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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Landesverband Baden e.V. findest du hier .
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In Baden-Württemberg profitieren 33 Schwimmbäder von der Bundesförderung zur Sanierung von Schwimmbädern aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Dies verkündete das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen nach einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages. Insgesamt bewilligte der Bund in diesem Rahmen 250 Millionen Euro für 195 Projekte in ganz Deutschland, rund 30 Millionen Euro fließen davon nach Baden-Württemberg.
Die DLRG in Baden-Württemberg begrüßt die Förderungen des Bundes für die Bäderinfrastruktur im Land, zumal dieser dafür nicht originär zuständig ist. Beim Blick in die Projektliste fällt jedoch auf: in Baden-Württemberg profitieren hauptsächlich Freibäder von der Sanierungsförderung. Bei 25 der 33 baden-württembergischen Projekte, die das Bauministerium in seiner Mitteilung auflistet, handelt es sich um Freibäder. Aus Perspektive der DLRG im Land lässt dieses erstaunliche Verhältnis Fragen aufkommen. Begrenzte Saison und starke Witterungsabhängigkeit machen Freibäder naturgemäß nicht zum idealen Partner für ganzjährige Angebote in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowie für den Rettungs- und Breitensport.
Freibäder bieten beispielweise oft nicht die technischen Rahmenbedingungen, um speziell Schwimm- und Rettungsschwimmkurse durchzuführen. Gerade in kleineren Bädern fehlt oftmals die notwendige Wassertiefe, ein Sprungturm oder ein adäquater Nichtschwimmerbereich. Darüber hinaus sind Kursangebote und Trainingseinheiten in Freibädern unmittelbar den zunehmend extremen klimatischen Bedingungen ausgeliefert. Ist es draußen kühl, macht sich das mit einer (zu) niedrigen Wassertemperatur bemerkbar, während man bei Hitze mit der Sonne zu kämpfen hat. Gerade bei der Arbeit mit Kindern kann dies für alle Beteiligten herausfordernd sein.
Gleichzeitig erfüllen Freibäder selbstverständlich eine wichtige infrastrukturelle Funktion. Aus Sicht der DLRG in Baden-Württemberg kommt es hier auf eine gute, flächendeckende Mischung mit Blick auf die regionalen Bedarfe an. Während Hallen- und Kombibäder für die ganzjährige Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung besser geeignet sind, punkten Freibäder als wichtige Bewegungs- und Sozialräume im Sommer mit wichtiger Funktion für den kommunalen Hitzeschutz.
Eine Auswertung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) analysiert die bundesweite Verteilung der Sanierungsförderung. 115 von den 195 geförderten Projekten sind Freibäder, die 49 Prozent des Fördervolumens ausmachen. Die andere Hälfte der Fördermittel fließt in 80 Hallen- und Kombibäder. In jedem Bundesland wird mindestens ein Projekt gefördert. Laut DOSB profitieren dabei keinesfalls nur große Kommunen. Über 70 Prozent der genehmigten Projekte sind Mittel- und Kleinstädten zuzuordnen.
Bekannte Bäder, unterschiedliche Bedarfe
Unter den geförderten Vorhaben in Baden-Württemberg finden sich einige Projekte, die die DLRG bereits länger begleiten. Der höchste Zuschuss unter allen 33 Projekten (3 Millionen Euro) wird nach Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis) für den Ersatzneubau des Badezentrums in der Au überwiesen. Über das Projekt berichteten die „Bädergeschichten“ des DLRG-Landesverbandes Baden bereits im August 2023 – damals hatte sich der Gemeinderat gerade zum Beschluss durchgerungen, das marode Hallenbad aus den 1970-er Jahren zu bauen und unter anderem mit einer zeitgemäßen Beheizung via Wärmepumpe, PV-Anlagen und einem Solarabsorber auszustatten.
Auch die Bädersituation in Bad Säckingen (Kreis Waldshut) war schon Thema der „Bädergeschichten“. Die dortige DLRG-Ortsgruppe nutzt im Sommer das dortige Freibad, im Winter muss sie allerdings in ein Bad in der Schweiz ausweichen. Das Aqualon, ein Thermalbad in Bad Säckingen, eignet sich mit seinen historischen Quellen und Wellness-Angeboten maximal für Anfängerschwimmkurse – profitiert jetzt aber wiederum mit rund 1,5 Millionen Euro von der Sportstätten-Förderung des Bundes.
Ebenfalls rund 1,5 Millionen Euro Förderung erhält das Rheinstrandbad in Karlsruhe. Das fast 100 Jahre alte Freibad am Karlsruher Rheinufer ist wiederkehrendes Thema in der Kommunalpolitik. Zwischenzeitlich stand eine zweijährige Schließung im Raum, um einen Beitrag zur städtischen Haushaltskonsolidierung zu leisten. Eine Bürgerinitiative formierte sich dagegen. Schließlich entschied man sich in Karlsruhe für einen eingeschränkten Weiterbetrieb.
Förderprogramm stark überzeichnet
Die Sanierungsförderung für Schwimmbäder ist Teil der sogenannten Sportmilliarde im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität der Bundesrepublik. In einer ersten Runde des Programms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurden im April 2026 bereits 329 Millionen Euro Fördermittel verteilt, rund 10 Prozent davon kamen damals der Sanierung von 22 Schwimmbädern zugute – eines in Baden-Württemberg.
Die zweite Förderrunde war jetzt nur Schwimmbädern vorbehalten. Auch sie konnte die Nachfrage aus den Kommunen bei weitem nicht decken. Fast 1.000 Projektanträge mit einem beantragten Fördervolumen von 3,2 Milliarden Euro gingen ein – das entspricht einer 13-fachen Überzeichnung des Programms.
Die rund 750 leer ausgegangenen Projekte können es nun noch einmal versuchen – Ende Oktober wird ein weiterer Projektaufruf veröffentlicht, für den 333 Millionen Euro im Bundeshaushalt veranschlagt sind. Hier können aber wieder Sportstätten aller Art zum Zug kommen, also auch beispielsweise Sporthallen.
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