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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Landesverband Baden e.V. findest du hier .
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Der Begriff „Multiplikator“ – kurz „Multi“ genannt – bringt es sehr gut auf den Punkt: Als „Ausbilder der Ausbilder“ verfügen Multis nicht nur über die höchste Ausbilderqualifikation der DLRG, sondern erwerben im Rahmen ihres Werdegangs auch ganz unterschiedliche Kompetenzen, die sie auf vielerlei Ebenen weitergeben. Sie „multiplizieren“ nicht nur Fachwissen, sondern begleiten, unterstützen, vernetzen – und sind damit wichtige Stabilisatoren innerhalb der DLRG-Gemeinschaft.
„Ganz entscheidend war für mich der Blick über den Tellerrand“, sagt Thorsten Veit. Der Leiter Ausbildung der DLRG Ortsgruppe Rastatt ist frischgebackener Multiplikator Schwimmen/ Rettungsschwimmen; Ende April 2026 bestand er seine Prüfung, kurz darauf übernahm er seinen Ausbildungsauftrag im Bezirk Mittelbaden.
„Mega gefreut“ hat er sich über die Urkunde, die ihm im Rahmen einer Überraschungsparty während eines Ausbilderlehrgangs des Landesverbandes Baden in Steinbach feierlich überreicht wurde. Zuvor hatte sich Veit in der Vorstellungsrunde trotz bereits bestandener Prüfung noch als „Multiplikatorenanwärter“ bezeichnet – eine Steilvorlage für die Leiterin Ausbildung des Landesverbandes, Janice Haney: „Das müssen wir korrigieren, du bist ja jetzt Multi“, erklärte sie abends in der Referenten-Runde. Zusammen mit der Urkunde erhielt er auch seine Beauftragung. Anschließend wurde gemeinsam gefeiert. „Das war eine sehr gelungene Überraschung und sehr wertschätzend“ freut sich Thorsten Veit.
Neue „Soft Skills“ und starke Unterstützung
Der engagierte DLRGler, der unter anderem auch als Referent für den Breiten- und Gesundheitssport im Bezirk Mittelbaden und im Landesverband aktiv ist, blickt auf eine langjährige praktische Expertise als Ausbilder zurück. Während seiner Weiterbildung zum Multi kamen noch ganz neue Erfahrungen hinzu, die seine Persönlichkeit entscheidend geprägt haben.
Multiplikatorenanwärter bringen in der Regel bereits fundierte praktische Fähigkeiten und methodisch-didaktisches Fachwissen mit. Der große Schritt, der bei der Multiplikatorenausbildung hinzukomme, seien die „die Erweiterung der Soft Skills“, meint Thorsten Veit: „Vor allem in der Persönlichkeitsentwicklung habe ich einen großen Sprung bemerkt. Wichtige Themen sind Kommunikation und Vernetzung, gerade auch mit Leuten aus anderen Landesverbänden.“ Zudem habe er Führungskompetenzen ausgebaut, Selbstreflexion geübt sowie Resilienz und Belastbarkeit gestärkt. Ganz besonders wichtig sei ihm seine persönliche Weiterentwicklung im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen, sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen: „Das hauptsächliche Ziel ist das Begleiten und Zusehen, wie angehende Assistenten und Ausbilder in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung ihren Weg gehen.“
Die Unterstützung, die er heute weitergibt, hat er selbst von allen Seiten erfahren, wofür er sehr dankbar ist. Aus eigener Initiative wandte er sich vor gut vier Jahren an Ralf Gensicke, zuständiger Multiplikator sowie Leiter Ausbildung im Bezirk Mittelbaden und sein erster Ansprechpartner für die Ausbildung zum Multi. Dieser lud ihn zum „Reinschnuppern“ ein, „zum Ausprobieren: Ist das was für mich?“ Thorsten Veit, der als Lehrscheininhaber Schwimmen/ Rettungsschwimmen die Grundvoraussetzungen erfüllte, wurde sukzessive herangeführt „an alle Elemente, die ein Multi benötigt“: Er hospitierte auf Assistentenlehrgängen, übernahm zunehmend Verantwortung und hielt selbst Lerneinheiten in der Ausbildung. Dabei stand er immer eng mit „seinem“ Multi im Bezirk in Verbindung und bekam viel Rückmeldung.
Auch seine Ortsgruppe in Rastatt reagierte sehr positiv auf seinen offen kommunizierten Wunsch und schuf ihm Freiräume, um ihn zu verwirklichen.
Auf Landesebene fand er Unterstützung durch die dortige Leiterin Ausbildung Janice Haney und die zuständige Ansprechpartnerin für angehende Multiplikatoren im Landesverband Baden, Susanne Starker. Hinzu kamen die vielen neu erworbenen Kontakte zum Lehrteam und den anderen Multiplikatorenanwärtern, nicht nur im eigenen Landesverband, sondern darüber hinaus auch auf Bundesebene. „Ich habe eine tolle Gemeinschaft auf Augenhöhe kennengelernt und wahnsinnig viel Kameradschaft erlebt. Das hat mir sehr geholfen.“
Mut zur Persönlichkeitsentwicklung – Schritt für Schritt
Die Erfahrungen, die Thorsten Veit aus seiner Ausbildung mitgenommen hat, wirken nach: „Man steht ganz anders da im Leben. Für mich persönlich ist es eine sehr große Bereicherung auch in anderen Bereichen des Lebens.“
Daher will er allen, die gern ihr Wissen weitergeben, Mut machen, diesen Weg einzuschlagen und einfach mal „reinzuschnuppern“: „Es ist normal, sich anfangs zu fragen: Packe ich das überhaupt? Kann ich die Person sein, die angehenden Assistenten und Ausbildern was beibringt? Aber es ist ja ein Entwicklungsweg: Man wächst da rein, entwickelt sich persönlich ständig weiter, wird nie alleingelassen, bekommt viel Unterstützung und Feedback.“ Interessierten rät er, das Gespräch mit den verantwortlichen Multiplikatoren im Bezirk oder Landesverband zu suchen, so wie er vor gut vier Jahren. Aber er streckt auch selbst „seine Fühler aus“, um Nachwuchs zu finden. Denn von mehr Multis profitieren alle: Die Ortsgruppen, der Bezirk, die Landesverbände und der Bundesverband.
Wird ihm der Zeitaufwand nicht zu groß? „Nein, es verlagern sich eher die Aufgaben“, erklärt Thorsten Veit, für den die DLRG „eine riesengroße Familie“ ist. Aber auch wenn sich die Tätigkeiten etwas mehr in Richtung Bezirk verschoben haben, engagiert er sich weiterhin in seiner Ortsgruppe: „Ich will den Bezug nicht verlieren.“ Besonders am Herzen liegen ihm Anfängerkurse und „die große Wertschätzung und Dankbarkeit (…), wenn Seepferdchen-Urkunden ausgegeben werden.“
Bei aller Begeisterung für den Blick über den Tellerrand – in einem ist sich der neue Multi sicher: „Ich wollte immer beides. Die Begleitung von angehenden Assistenten und Ausbildern und die Arbeit am Beckenrand während der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung.“
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