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Landesregierung im DLRG-Interview

Veröffentlicht: 30.09.2026
Autor: DLRG Landesverband Baden e.V.
Foto: Lukas Breusch
Foto: Ilkay Karakurt

Sportministerin Teresa Schopper & Kultusminister Andreas Jung

Im Gespräch mit der Lebensretter-Redaktion (Ausgabe September 2026) beantworten Kultusminister Andreas Jung (CDU) und Bau- bzw. Sportministerin Teresa Schopper (GRÜNE) gemeinsam zwei Fragen zu den politischen Zielen der neuen Landesregierung.

Noch immer verlassen viele Kinder die Grundschule ohne sichere Schwimmfähigkeit. Welche Priorität hat für Sie das Ziel, dass jedes Kind in Baden-Württemberg sicher schwimmen lernt?

Minister Teresa Schopper & Andreas Jung: „Schwimmen gehört zu den lebenswichtigen Grundfertigkeiten. Wer schwimmen kann, hat Freude an der Bewegung. Im Notfall rettet Schwimmen-Können Leben. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Kleinen und Kleinsten früh schwimmen lernen. Das ist der Landesregierung ein wichtiges Anliegen, und die Förderung von Angeboten zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit ist entsprechend im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Mit Programmen wie „SchwimmFidel“ und den „Anfängerschwimm-AGs“ wird das Schwimmenlernen in Kitas und Grundschulen gezielt unterstützt. 

Auch beim Schwimmunterricht an Grundschulen gibt es deutliche Fortschritte: Der Anteil der Schulen ohne Schwimmunterricht ist von 25 Prozent im Schuljahr 2018/2019 auf etwa elf Prozent gesunken – und damit aber immer noch zu hoch. Werden bereits von Schulen geplante Angebote berücksichtigt, könnte dieser Wert in den nächsten zwei bis drei Jahren auf etwa sechs Prozent sinken. Unser Ziel: Alle Kinder sollen schwimmen können. Die Schulen sind darauf angewiesen, dass Kinder bereits mit ersten Schwimmerfahrungen eingeschult werden. Hier tragen auch die Erziehungsberechtigten im Rahmen des gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsauftrags Verantwortung.“

Geschlossene oder sanierungsbedürftige Schwimmbäder erschweren vielerorts den Schwimmunterricht und die Ausbildung durch Vereine. Welche Rolle sieht die Landesregierung beim Erhalt und Ausbau der Bäderinfrastruktur?

Minister Teresa Schopper & Andreas Jung: „Damit unsere Kinder schwimmen lernen können, brauchen sie Zugang zu Wasserflächen. Das Land fördert die Sanierung von Lehrschwimmbecken öffentlicher Schulen sowie Schwimmbecken von Hallen- und Freibädern, sofern diese für den Schwimmunterricht an Schulen genutzt werden, jährlich mit bis zu 30 Millionen Euro. Ferner stellt der Bund 250 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder bereit.“

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Was kommt am Wasser an? - Die neue Landesregierung, ihre Ziele und die Anliegen der DLRG

Die neue Landesregierung steht vor einer angespannten Haushaltslage, wirtschaftlichen und geopolitischen Krisen, einem erheblichen Sanierungsstau und wachsenden Finanzproblemen der Kommunen. Zugleich soll sie die nachhaltige Transformation des Landes vorantreiben, dessen Resilienz angesichts neuer Bedrohungslagen stärken, Verwaltung modernisieren und Bürokratie abbauen. Es sind große Aufgaben, die den Koalitionsvertrag prägen.

Doch welchen Platz nehmen darin Schwimmausbildung, Bäder, Wasserrettung und Ehrenamt ein? Auf den ersten Blick mögen sie neben Wirtschaftskrise, Sicherheitspolitik und klammen Kassen wie „weiche“ Randthemen erscheinen. Tatsächlich berühren sie aber zentrale politische Fragen: Bildung und Prävention, kommunale Daseinsvorsorge, einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz und die Zukunft der Zivilgesellschaft.

Viele Forderungen aus der Praxis haben ihren Weg in den Koalitionsvertrag gefunden. Auch die DLRG hat ihre Erfahrungen in den politischen Austausch eingebracht. Nun richtet sich der Blick auf die Umsetzung: Was folgt aus den Vereinbarungen – und was davon kommt tatsächlich am Wasser an?

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