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Einsatz WRD - KatS, Landesverband

Elf neue Sonargeräte für die DLRG

Veröffentlicht: 11.01.2026
Autor: DLRG Landesverband Baden e.V.
v.l.n.r. Florian Krugmann (DLRG-LV Württemberg), Christine Neumann-Martin MdL, Staatssekretär Thomas Blenke MdL, Felix Strobel, Timo Imhof und Mirco Bahr (beide DLRG-LV Baden)
Jonathan Framhein aus der Bootsgruppe des WRZ 3 erläutert Staatssekretär Blenke die Bildgebung des Sonargeräts.

Moderne Ausstattung für die Bootsgruppen im Katastrophenschutz

Der Staatssekretär im Landesministerium für Inneres, Kommunen und Digitalisierung, Thomas Blenke MdL, hat in Karlsruhe elf neue Sonargeräte für Such- und Ortungsaufgaben unter Wasser an die baden-württembergische DLRG übergeben. Finanziert aus im Staatshaushaltsplan verankerten Mitteln der Koalitionsfraktionen verstärken die mobilen Geräte ab sofort die Bootsgruppen der Wasserrettungszüge des Landes – von der DLRG gestellte Einheiten, die im Katastrophenfall zum Einsatz kommen.

Bei einem Vor-Ort-Termin im DLRG-Zentrum Baden in Karlsruhe überzeugte sich Staatssekretär Blenke selbst von der modernen Technik. Die am Boot montierten und von geschulten DLRG-Einsatzkräften bedienten Geräte stellen eine wertvolle Hilfe beim systematischen Absuchen von Gewässern dar. Die ausgesendeten Sonarwellen erzeugen Bilder, mit deren Hilfe beispielsweise untergegangene Personen oder Fahrzeuge lokalisiert werden können. Auch die Beschaffenheit des Gewässergrundes lässt sich so aus dem Boot heraus erfassen – eine Information, die insbesondere bei Hochwasserlagen im urbanen Raum für die Retterinnen und Retter von großer Bedeutung sein kann.

Technik ist nicht alles

Im Gespräch mit den Verantwortlichen der DLRG-Landesverbände Württemberg und Baden sowie mit Einsatzkräften des Wasserrettungszuges 3 aus Karlsruhe und Rastatt zeigte sich der Staatssekretär beeindruckt von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik – bei gleichzeitigem Respekt für das notwendige Fachwissen: „Für die Sicherheit der Menschen im Land brauchen wir starke Hilfsorganisationen – wie die DLRG. Als Land können wir für eine moderne und gute Ausstattung sorgen. Wir brauchen aber auch die Menschen, die sich motiviert im Ehrenamt engagieren. So ist es gerade das ehrenamtliche Engagement in den Hilfsorganisationen, das unseren Bevölkerungsschutz trägt, unsere Gesellschaft zusammenhält und Baden-Württemberg zum Ehrenamtsland Nummer 1 macht. Für ihren Einsatz im Ehrenamt und für die Sicherheit am und im Wasser bedanke ich mich von Herzen“, so Blenke.

Eine nützliche und vor allem flächendeckende Verbesserung für die Wasserrettung im Bevölkerungsschutz sei das gemeinsame Anliegen gewesen, das die Fraktionen von GRÜNEN und CDU im Landtag zusammen mit den beiden DLRG-Landesverbänden verfolgt hätten, berichtete Felix Strobel, Präsident des DLRG-Landesverbandes Baden. Mit den neuen Sonargeräten für alle elf Wasserrettungszüge sei hier eine sinnvolle und nachhaltige Maßnahme umgesetzt worden. Dieser Einschätzung schloss sich auch Christine Neumann-Martin MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU und Vizepräsidentin des badischen DLRG-Landesverbandes, an. Die CDU-Fraktion im Landtag hatte sich federführend für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel in Höhe von rund 75.000 Euro im Staatshaushaltsplan 2025 eingesetzt.

Präzise Ortung statt aufwendiger Tauchgänge

Bei den beschafften Systemen handelt es sich um moderne SideScan-Sonargeräte, die mit ihrer hochauflösenden Darstellung sowohl zur Ortung von Personen als auch zur Erkundung von Unterwasseroberflächen geeignet sind. Durch das Überfahren eines Einsatzgebietes werden mehrere Schnittbilder erfasst und zu einer zweidimensionalen Oberflächenkarte zusammengefügt, deren Interpretation dann durch die Bootsbesatzung erfolgt. Die Technik ermöglicht es auch, den Einsatz von Einsatztauchern deutlich zielgerichteter zu planen: Große Gewässerabschnitte können zunächst kartiert und mögliche Fundstellen anschließend gezielt angetaucht werden. Dies ist insbesondere in undurchsichtigen Gewässern von Vorteil, in denen Tauchgänge sehr personal- und zeitintensiv waren. Alle Komponenten sind mobil in einer Zwei-Kofferlösung untergebracht, sodass die Systeme grundsätzlich auf jedem Boot eingesetzt werden können und keine Infrastruktur anderer Einheiten erforderlich ist. Eine Schulung der beteiligten Einheiten aus den Wasserrettungszügen ist bereits geplant.

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