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Einsatz, Landesverband

Hohe Anforderungen unter Wasser

Veröffentlicht: 07.09.2022
Autor: DLRG Landesverband Baden e.V.
Bild: Alexander Anlicker, DLRG Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg e.V.
Bild: Alexander Anlicker, DLRG Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg e.V.
Bild: Alexander Anlicker, DLRG Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg e.V.
Bild: Alexander Anlicker, DLRG Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg e.V.

Prüfung von neuen Einsatztauchern im Bezirk Breisgau

Anders als für Sporttaucher, gelten für Einsatztaucher, ebenso wie für Feuerwehrtaucher, die strengen Regelung der gesetzlichen Unfallversicherung. An die ehrenamtlichen Einsatztaucher der DLRG werden damit ebenso hohe Ansprüche gestellt, wie an Berufstaucher. Die Einsatztaucher sind eine wichtige Komponente im Wasser-Rettungsdienst und der öffentlichen Gefahrenabwehr der DLRG. Sie stehen ganzjährig zur schnellen Rettung von verunfallten Menschen am und im Wasser zur Verfügung. Zu ihren Aufgaben zählt die Suche von Personen im Wasser oder die Unterstützung anderer Hilfsorganisationen, wenn diese am Wasser tätig werden. Bei Großschadenslagen wie dem Oder- oder dem Elbe-Hochwasser haben Einsatztaucher beschädigte Deiche mit Folien und Sandsäcken abgedeckt, um einen Durchbruch zu verhindern.

Die Ausbildung zum DLRG-Einsatztaucher dauert daher auch mindestens zwei Jahre. Sie beginnt mit der Fachausbildung für den Wasserrettungsdienst, die das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber, einen Sanitäts-Kurs sowie das Deutsche Schnorcheltauchabzeichen umfasst. Die eigentliche Tauchausbildung beginnt mit der Ausbildung und Prüfung zum Gerätetaucher (CMAS *) - diese kann bereits parallel zur Fachausbildung Wasserrettungsdienst erfolgen. Daran schließen sich die Sonderbrevets zum CMAS ** mit Prüfung sowie die Ausbildung zum Einsatztaucher an, die unter anderem die Module Strömungstauchen, Eistauchen und Arbeiten unter Wasser umfasst.

Am vergangenen Wochenende fand im Baggersee Zienken in Neuenburg am Rhein die Prüfung für angehende Einsatztaucher statt. Sechs Teilnehmende aus dem gesamten DLRG Landesverband Baden waren zur Prüfung angetreten, die Hälfte davon Taucherinnen. Da pandemiebedingt in den vergangenen anderthalb Jahren die Ausbildung stark eingeschränkt war, waren es auch nur halb so viele Teilnehmer wie in früheren Jahren.

Ausrichter der Veranstaltung waren der DLRG-Bezirk Breisgau und die DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg. Die herausfordernde Prüfung umfasst drei Teile: Theorie, Schnorchel-Teil und die Tauchprüfung im Freigewässer. Die Theorieprüfung und den Prüfungsteil 1500 Meter Schnorcheln haben die Prüflinge bereits in ihren heimischen Bezirken absolviert. Im Freizeit- und Familienbad Müllheim wurde dann das Streckentauchen (40 Meter) und das ein-minütige Zeittauchen geprüft. Wohlgemerkt ohne Tauchgerät und mit Neoprenanzug.

Anschließend standen am Baggersee die Prüfungsteile im Freigewässer auf dem Programm: zehn Meter Tieftauchen ohne Gerät, zwei Stationen an denen unterschiedliche Suchmethoden unter Wasser geprüft werden, zwei Stationen Arbeiten unter Wasser sowie eine Station Tauchrettung bei der es neben der Rettung eines verunfallten Tauchers auch um die medizinische Erstversorgung geht.

Achim Schell, Leiter der sechsköpfigen Prüfungskommission des Landesverbandes, weiß, dass die Prüflinge immer unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Insbesondere das Strecken- und Tieftauchen seien nicht unbedingt die beliebtesten Prüfungsleistungen. „Es ist aber klar, dass jeder Einsatztaucher nach bestehen dieser Prüfung über umfangreiches Wissen und Kompetenzen verfügt, die ihn zu einer besonders wertvollen Einsatzkraft mit großer Verantwortung machen“ sagt Achim Schell.

Aber mit der Prüfung zum Einsatztaucher ist es das für die Prüflinge noch nicht gewesen. Alle Einsatztaucher der DLRG müssen eine jährliche Mindestzahl an Tauchgängen nachweisen sowie sich einmal jährlich einer ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen.

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