Referent DLRG und Schule

Felix Lehr

Kontakt: schule(at)baden.dlrg.de

DLRG und Schule

Als Wasserrettungsorganisation hat die DLRG großes Interesse daran, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler Schwimmunterricht erhalten und Schwimmen lernen. In Baden-Württemberg wird der Schwimmunterricht in den Grund- und Förderschulen häufig durch Lehrkräfte (meist die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer) erteilt, die keine schwimmmethodisch-didaktische Ausbildung haben und nicht immer über das nötige Maß der Rettungsfähigkeit verfügen..

In Zusammenarbeit mit der DLRG wurden in der Vergangenheit durch das Landesinstitut für Schulsport, die Regierungspräsidien und Landratsämter (Schulämter) mit ihren Sport-Regionalteams jährlich mehrere Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Um die Qualität und Kontinuität dieser Fortbildungsmaßnahmen weiter zu optimieren, wurden im Dezember 2006 durch den Beauftragten "DLRG und Schule" in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Baden-Württemberg im Auftrag des Landesinstituts für Schulsport 24 Lehrkräfte mit DLRG Lehrschein  in einem sog. "Multiplikatoren-Schulungslehrgang" geschult. In den kommenden Jahren werden diese Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die für Baden-Württemberg gemeinsam erarbeitete modulare Konzeption in Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte umsetzen. Die Lehrkräfte sollen darüber hinaus ermuntert und befähigt werden, im Schwimmunterricht aus präventiven Gesichtspunkten auch vermehrt die Abnahme von Schwimmabzeichen anzubieten.

Auf der Ebene des DLRG Präsidiums besteht schon seit vielen Jahren eine Arbeitsgruppe "DLRG und Schule/Prävention - und Rettungsfähigkeit", die sich momentan damit beschäftigt, eine für alle Bundesländer einheitliche Regelung des „Anforderungsprofils für Schwimmlehrkräfte“ zu entwickeln.

Ziel aller Maßnahmen ist es, den Schwimmunterricht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte noch sicherer zu gestalten, die Schwimmfähigkeit aller Kinder und Jugendlichen weiter zu verbessern und über Gefahrenmomente zu informieren, um so die Ertrinkungszahlen und die Notfälle im, am und auf dem Wasser zu reduzieren.

Schwimmunterricht ist in den Schulen in der Regel von der 3. Klasse an im Bildungsplan verbindlich ausgewiesen. Wünschenswert wäre es, wenn allen Schülern dieser Unterricht auch ermöglicht wird und in diesem Zusammenhang alle hierfür notwendigen Lehrkräfte eine entsprechende Ausbildung bereits im Lehramtsstudium erhalten würden.