DLRG Baden Aktiv

Ausgabe 2/2012

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DLRG sucht Lebensretter für Carmen und andere Carmen Hucker sucht einen passenden Spender

Carmen Hucker ist seit vielen Jahren in zahlreichen Ämtern für die DLRG in ihrer Ortsgruppe und im Bezirk Karlsruhe aktiv. Auch im Landesverband ist sie seit 2003 als Leiterin Ausbildung tätig. Jetzt ist Carmen an Blutkrebs erkrankt.

Sie ist kein Einzelfall: Alle 45 Minuten erkrankt ein neuer Mensch in Deutschland an Blutkrebs – darunter sind zahlreiche Kinder und Jugendliche. Für viele ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Heilungsmöglichkeit. Leider findet immer noch jeder fünfte Patient keinen passenden Spender.

Carmens Ortsgruppe, die DLRG Ortsgruppe Karlsbad e. V. veranstaltet deshalb gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenspendendatei am 18. November eine Registrierungsaktion in der Jahnhalle in Langensteinbach. Potentielle Spender können sich dort zwischen 10 und 16 Uhr registrieren lassen. Die Vizepräsidentin der DLRG und Bundestagsabgeordnete Ute Vogt sowie der Sänger der Gruppe Knutschfleck Christian Fritz, unterstützen die Aktion mit ihrer Schirmherrschaft. Helfen Sie mit Ihrer Geldspende, diese Aktion finanziell abzusichern!

Registrierung:

Sonntag, 18.11.2012
10:00 bis 16:00 Uhr
Jahnhalle
76307 Karlsbad

Geldspende:

DKMS Spendenkonto
Konto: 170 556 402
BLZ: 660 912 00
Volksbank Ettlingen


Grußwort der Präsidentin

Liebe Leserinnen und Leser, liebe DLRGler,

in den vergangenen Monaten ist einiges passiert und die nächste Zeit wird alles andere als langweilig. So steht beispielsweise der außerordentliche LV-Tag in Schutterwald vor der Tür.

Wir haben hoffentlich die richtigen Themen für diesen Newsletter ausgewählt. Ihr könnt uns gerne eine Rückmeldung geben, wie der Newsletter euch gefällt und über was ihr in der nächsten Ausgabe gerne etwas lesen würdet.

Was uns alle stark betroffen gemacht hat, das ist die Leukämieerkrankung von Carmen Hucker. Wir drücken ihr alle Daumen!! und unterstützen die Typisierungsaktion der Kameraden aus Karlsbad, mehr dazu im Bericht.

Der eingeplante Ausrichter der nächsten Landes-meisterschaften ist leider ausgefallen. Wer also für den Bezirk Mittelbaden ein-springen könnte, sollte sich so schnell wie möglich an die Landesjugend wenden.

Im Landesjugendsekretariat können auch alle Details zu den Anforderungen abgerufen werden. Es wäre schade, wenn die Landesmeisterschaften in 2013 ausfallen müssten!

Viele Grüße
Ingrid Lehr-Binder

Informationen aus dem Bereich Medizin – Die Erste Hilfe Ausbildung

Es gibt immer wieder Unsicherheiten und Fragen zur EH-Ausbildung, die wir mit diesem Artikel so gut und ausführlich wie möglich beantworten wollen. Vieles dreht sich um die "BGG 948". Aber was verbirgt sich dahinter? Zunächst eine kurze Erläuterung.

BGG/GUV-G 948

Dabei geht es um den Grundsatz zur Ermächtigung von Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe. Zunächst dreht es sich um die betrieblichen Ersthelfer. Obwohl nicht alle Gliederungen direkt hier tätig werden und Erste-Hilfe-Lehrgänge in Betrieben anbieten, sind von den Auswirkungen letztendlich alle betroffen, die autark in der EH-Ausbildung bleiben wollen. Details dazu kann man nachlesen unter http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/g-948.pdf.

  1. Aus- und Fortbildung von Ersthelfern (Lizenznummer 312 / 321)
    1. Die verbandsinterne Aus- und Fortbildung von Ersthelfern im Rahmen der Ausbildung Schwimmen/Rettungsschwimmen und im Rahmen des Wach- und Wasserrettungsdienstes erfolgt durch Erste Hilfe-Ausbilder (381) mit einer gültigen Lizenz nach BGG 948 im Auftrag der jeweiligen Gliederung. Für die Ausbildung selbst gelten wie gehabt die Vorgaben der Prüfungsordnung der DLRG, die Durchführungsbestimmungen der jeweils aktuell gültigen AV1, sowie die Grundsätze der BAGEH (Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe).

    2. Die Aus- und Fortbildung von Ersthelfern nach Fahrerlaubnisverordnung erfolgt durch Erste Hilfe-Ausbilder (381) mit einer gültigen Lizenz nach BGG 948 im Auftrag der jeweiligen Gliederung.

      Hier möchten wir aber schon jetzt den Hinweis geben, dass sich eine Änderung in Bezug auf die Durchführung der Lehrgänge nach FeV abzeichnet und sich die Vorgaben und Kontrollinstanzen ab 01.01.2013 aller Voraussicht nach der BGG 948 anpassen werden.

    3. Die Aus- und Fortbildung von betrieblichen Ersthelfern nach BGG 948 erfolgt durch Erste Hilfe-Ausbilder (381) mit einer gültigen Lizenz nach BGG 948 im Auftrag der jeweiligen Gliederung. Die Erste Hilfe-Ausbilder müssen vor dem ersten Lehrgang bei der Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe der VBG angemeldet und von dieser bestätigt worden sein.

      Für die Ausbildung ist eine Ermächtigung der Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe bei der VBG erforderlich. Die entsprechenden Voraussetzungen können der BGG 948 entnommen werden, die Antragsunterlagen sind auf der Homepage des Bundesverbandes im Downloadbereich des medizinischen Referates.

  2. Lizenzerwerb für Erste Hilfe-Ausbilder (381)
    1. Die Durchführung des Lehrganges Gemeinsamer Grundausbildungsblock – didaktisch-methodische Grundlagen ist Bestandteil der Ausbildung zum Ersten Hilfe-Ausbilder und unterliegt somit den Bestimmungen der BGG 948. Die Ausbildung erfolgt durch die Lehrbeauftragten für Erste Hilfe nach BGG 948 des Landesverbandes Baden mit Zustimmung des Landesverbandsarztes und einem der beiden Referenten EH/BG.

    2. Die Lehrgänge finden dezentral in den dafür geeigneten Sanitätsausbildungszentren des Landesverbandes Baden statt. Es sollen jährlich mindestens drei Lehrgänge angeboten werden. Die Ausbildung erfolgt ausschließlich gemäß der BGG 948.

      Achtung – aufgrund dessen, dass einige be-nachbarte Landesverbände ihren Grundblock nicht bei der BG zertifizieren lassen, kann es sein, dass diese Ausbildung für den Erwerb der Erste Hilfe-Ausbilderlizenz NICHT anerkannt werden kann!

      Die Ausbildung von Erste Hilfe-Ausbildern (381) erfolgt durch die Lehrbeauftragten für Erste Hilfe nach BGG 948 des Landesverbandes Baden mit Zustimmung des Landesverbandsarztes und einem der beiden Referenten EH/BG.

      Es soll jährlich seitens des Landesverbandes mindestens ein Lehrgang angeboten werden. Die Lehrgänge selbst finden dezentral in den dafür geeigneten Sanitätsausbildungszentren des Landesverbandes Baden statt. Die Ausbildung erfolgt ausschließlich gemäß der BGG 948.

  3. Lizenzverlängerung von Erste Hilfe-Ausbildern (381)
    1. Die Fortbildung von Erste Hilfe-Ausbildern (381) erfolgt durch die Lehrbeauftragten für Erste Hilfe nach BGG 948 des Landesverbandes Baden mit Zustimmung des Landesverbandsarztes und einem der beiden Referenten EH/BG.

      Die Lehrgänge finden dezentral in den dafür geeigneten Sanitätsausbildungszentren des Landesverbandes Baden statt. Es sollen jährlich mindestens vier Fortbildungslehrgänge mit je acht Unterrichtseinheiten angeboten werden. Die Ausbildung erfolgt ausschließlich gemäß der BGG 948.

      Ob ein Erste Hilfe-Ausbilder (381) eine gültige Lizenz nach BGG 948 hat, kann daran erkannt werden, dass auf seiner letzten Fortbildungs-bescheinigung, nicht auf der Lizenz-verlängerung, zum einen muss die Urkunde eine Lehrgangsnummer der VBG wie z.B. 455903/2011 aufweisen, zum anderen in der Unterschriftenzeile ein Lehrbeauftragter unterschrieben haben muss und hinter der Ausfertigungsstelle "BG-Nr. 2.5500" steht.

    2. Voraussetzungen für die Lizenzverlängerung sind:

      • gültige Erste Hilfe-Ausbilderlizenz der DLRG (381)
      • Sanitätsausbildung B (332) nicht älter als 3 Jahre oder Sanitätstraining B (341) nicht älter als 2 Jahre
      • mindestens 8 Unterrichtseinheiten medizinisch-fachliche Fortbildung durch einen Lehrbe-auftragten nach BGG 948 in einem bei der Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe registrierten Lehrgang
      • mindestens 8 Unterrichtseinheiten pädagogische Fortbildung durch einen Lehrbeauftragten nach BGG 948 in einem bei der Qualitäts-sicherungsstelle Erste Hilfe registrierten Lehrgang

      Die Lizenzverlängerung erfolgt ausschließlich durch die Geschäftsstelle des Landesverbandes Baden nach Einreichung aller erforderlichen Nachweise in Kopie.

      Die insgesamt 16 Fortbildungsstunden können auch bei einer anderen von der Berufsgenossenschaft ermächtigten Stelle zur Aus- und Fortbildung von Erste Hilfe-Ausbildern erworben werden. Eine Liste aller ermächtigten Ausbildungsstellen ist online unter https://www.bg-qseh.de/ExtraEH/erstview.nsf/ShowErst?openform einsehbar. Auch hier gilt, dass auf den Lehrgangsnachweisen eine BG-Nummer bestehend aus fortlaufender Zahl und anschließender Jahreszahl vermerkt sein muss!

      Die Anerkennung anderweitiger Fortbildungen, wie beispielsweise eine Lehrschein-verlängerung, ist leider NICHT mehr möglich.

      Abgelaufene Lizenzen können gemäß BGG 948 – wie bereits 2008 angekündigt – nicht mehr verlängert und reaktiviert werden. Um erneut die Lizenz zu erwerben ist ein kompletter Erste-Hilfe Ausbilder Lehrgang erforderlich!!

  4. Aus- und Fortbildung von Lehrbeauftragten der Ersten Hilfe nach BGG 948

    Die Ernennung zum Lehrbeauftragten der Ersten Hilfe nach BGG 948 bedarf der Zustimmung des Landesverbandes Baden. Voraussetzungen hierfür sind mindestens:

    • abgeschlossene Ausbildung zum Rettungssanitäter
    • abgeschlossener Lehrgang "Dozent in der Erwachsenenbildung" oder Abschluss eines pädagogischen Studiums
    • Erfahrung als Erste Hilfe-Ausbilder, mindestens aber zehn selbst durchgeführte Erste Hilfe-Lehrgänge und der Nachweis der Teilnahme an mindestens 32 UE bei anerkannten Fortbildungslehrgängen für Erste Hilfe-Ausbilder

    Die Lehrbeauftragten können ausschließlich mit Zustimmung eines der beiden Referenten EH/BG des Landesverbandes Baden tätig werden und dürfen Aus- und Fortbildungen nur in dafür geeigneten Räumlichkeiten gemäß BGG 948 durchführen. Die Beurkundung und Dokumentation der durchgeführten Lehrgänge erfolgt ausschließlich zentral durch die Geschäftsstelle des Landesverbandes Baden.

Die beiden neuen Referenten EH/BG

Abschließend möchten wir Euch an dieser Stelle nochmals kurz unsere beiden neuen Referenten EH/BG vorstellen, die seit Juli 2012 für die Erste Hilfe-Ausbildung im Rahmen der Berufs-genossenschaftlichen Grundsätzen verantwortlich sind. Sie sind nicht nur für ein möglichst breites Ausbildungsangebot und die Einhaltung der BGG 948 seitens des Landesverbandes Baden zuständig, sondern sollen auch den Bezirken und Ortsgruppen als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Seite stehen.

Marco Zinsmaier stammt aus dem Bezirk Bodensee-Konstanz und ist dort seit einigen Jahren als Referent für die medizinische Ausbildung zuständig. Als Arzt und Lehrbeauftragter für die Erste Hilfe nach BGG 948 ist er seit zwei Jahren nicht nur im medizinischen Bereich sondern auch beim didaktisch-methodischen Grundblock in der Ausbildung tätig.

Jürgen Helff stammt ebenfalls aus dem Bezirk Bodensee-Konstanz und ist seit vielen Jahren als Leiter Ausbildung für den gesamten Ausbildungsbereich der Einsatzdienste verantwortlich. Als Multiplikator für die Erste Hilfe-Ausbildung ist er bereits seit nunmehr 10 Jahren auch für den Landesverband Baden tätig.

Informationen aus dem Justitiariat: Die DLRG als sogenannter Gesamtverein

Vereinsleben, wenn es nicht nur aus Intrigen und rauchigen Hinterzimmern besteht, sondern aus einem generationenübergreifenden Frei-zeitangebot, hat etwas. Aber Vereinsrecht? Sind die §§ 21 ff. BGB wirklich spannend?
Die DLRG ist ein Vereinsgebilde namens „Gesamtverein“ – mit historisch gewachsenen Strukturen. Manchmal wird´s dann etwas kompliziert...

I. Allgemeines

Vereinsrecht kommt weder in der Praxis der Anwaltschaft, noch in der Rechtsprechung häufig vor. Dennoch: Angesichts der etwa halben Dutzend juristischen Standardwerke sowie etwa einem Dutzend weiterer Bücher, die sich explizit mit Vereinen, Verbänden sowie der Gemeinnützigkeit beschäftigen, manches Mal sogar als Dissertation oder Habilitation. Geregelt ist wenig, da jeder Verein bei seiner Satzungsgestaltung über § 40 BGB letztlich vom gesetzlichen Leitbild abweichen kann. Bestrebungen des Gesetzgebers, Mustersatzungen vorzugeben, sind vorerst (hoffentlich) gescheitert.

II. Einzelthemen

  1. Das Gebilde "Gesamtverein"

    Als sog. Gesamtverein ist die DLRG ein verbandsrechtlich besonderes Gebilde, Dieses besteht aus Vereinen (eingetragenen oder nicht-eingetragenen) auf unterschiedlichen Gliederungsebenen, nämlich aus einer Gliederungsebene örtlicher Gliederungen, einer auf Landkreisebene, auf Landesverbands- und Bundesebene. Insgesamt sind dies etwa 2.300 DLRG-Gliederungen mit bundesweit gut 560.000 Mitgliedern.

    Dieser Aufbau ist nicht zwingend: Beispielsweise haben Landesverbände auf Bezirksebenen verzichtet (z.B. Schleswig-Holstein), andere verzichten (bspw. in Städten wie Hamburg oder Mannheim auf die örtlichen Gruppen).

    Prägend für den Gesamtverein sind die zahlreichen Verzahnungen zwischen Unter- und Obergliederung: Beispiele hierfür sind bei der DLRG

    • als allererstes die Präambel, die mit dem Satz "Alle Gliederungen, die den Namen der DLRG führen, erkennen den bindenden Charakter dieser Gesellschaft an und verpflichten sich, (...)" einen Zusammenhalt normiert;
    • bereits der Name der Untergliederungen in deren Satzungen jeweils in § 1, etwa "DLRG-Bezirk A im DLRG-Landesverband B";
    • die "gestufte" Mehrfachmitgliedschaft (§ 4 Satz 4);
    • das Delegiertenprinzip (vor allem § 5 Abs. 1 und 2);
    • die Finanzierung mit Mitgliedsbeiträgen und Beitragsanteilen (§ 5 Abs. 3 und § 8);
    • die Verbindlichkeit von Beschlüssen und Ordnungen (§ 10 Abs. 1, 12 Abs. 2 und die Ordnungen selbst).

    Begrifflich sind im Verbandsrecht verschiedene Organisationsformen zu unterscheiden, wobei in der Literatur oft verschiedene Begriffe für die gleiche Organisationsform verwendet werden: Vereinsverband, Dachverband, Zentralverband und eben der sog. Gesamtverein. Der Vereinsverband ("Verein der Vereine") ist ein Verband, der als Mitglieder grundsätzlich nur Körperschaften hat. In der DLRG ist gerade das Gegenteil der Fall. Durch die sog. "gestufte" Mehrfachmitgliedschaft sind die Mitglieder aller Gliederungsebenen auch Mitglied des Bundesverbands und die Untergliederungen als Vereine in der Regel nicht Mitglied der übergeordneten Gliederung.

    Andere Verbandsformen sind etwa der Vereinsverband (mit horizontaler Gliederung) oder der Zentralverein oder Zentralverband, der in der Regel vertikal, d.h. "nach unten" gegliedert ist.

  2. Teilweise Einschränkung der Vereinsautonomie

    Letztlich läßt sich im "Gesamtverein DLRG" (s. oben Ziff. 1) die Autonomie der Untergliederungen-e.V. genauso (zulässig) einschränken wie bei den nicht-eingetragenen Vereinen.
    Gerade in § 30 (Zusammensetzung des Präsidiums) findet sich die Satzungsphilosophie, in dieser Satzung die Grundlagen für die gesamte DLRG zu regeln, aber auch individuelle Regelungen für eine Gliederungsebene zu schaffen, von der die weiteren Untergliederungen im Rahmen ihrer ("gebundenen") Autonomie Freiräume für individuelle Abweichungen zu lassen; s. bereits § 1 Ziff. 3. Hier liegt der Ansatzpunkt für die Vereinsautonomie und deren Einschränkung durch die Übergliederung(en). Da diese in einem gewissen Masse eingeschränkt werden darf, aber „nur so weit (die Tätigkeit der untergeordneten Gliederung regeln oder in diese eingreifen), als dies durch die Satzung der untergeordneten Gliederung gedeckt ist“. Das bedeutet, dass die Satzung der untergeordneten Gliederungen auch Selbstverpflichtungen enthalten müssen, bspw. die Verpflichtung, Beitragsanteile abzuführen, Berichte abzugeben etc.

    Die Satzung der übergeordneten Gliederung kann also nicht bestimmen, dass deren Änderung automatisch die Änderung der Satzung der Untergliederung herbeiführt. Die Satzung der übergeordneten Gliederung kann lediglich die Mitgliederversammlung der untergeordneten Gliederung verpflichten, deren Satzung den geänderten Satzungsbestimmungen der übergeordneten Gliederungen anzupassen.

    Rechtlich ergibt sich der Vorrang der Satzung der übergeordneten Gliederung vor der Satzung der Untergliederung.

Jürgen Wagner, LL.M., Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Konstanz/Zürich/Vaduz
Justitiar DLRG-Landesverband Baden e.V.

Informationen aus dem Bereich: Einsatz 10 neue Einsatztaucher im Landesverband - tragischer Badeunfall während der Prüfung

Zu Beginn sah alles nach Routine aus – schon zum 4. Mal trafen sich 11 Prüflinge und die dazu gehörenden Prüfer aus dem gesamten Landesverband in Weingarten im Bezirk Karlsruhe zur diesjährigen Einsatztaucherprüfung unter der Leitung von Achim Schell.

Wie üblich wurden als erstes die Ausrüstungen und Unterlagen auf Konformität mit den geltenden Vorgaben geprüft, damit am zweiten Tag die praktische Prüfung ohne Verzögerung starten konnte. Auch eine mündliche Nachprüfung zur im Vorfeld erfolgten schriftlichen Theorieprüfung konnte erfolgreich absolviert werden.

Die praktische Prüfung begann am nächsten Morgen im Schwimmbad mit 40 Meter Streckentauchen. Weitere Disziplinen waren 25 Meter Gerätantauchen, 60 Sekunden Zeittauchen sowie die Knotenkunde. Parallel zu diesem Teil fand am Baggersee noch eine Nachprüfung der diesjährigen Lehrtaucherprüfung statt. Zwei Tauchgänge mussten hier mustergültig als Lehrtauchgänge durchgeführt werden: das Arbeiten unter Wasser mit Sprecheinrichtung und Vollmaske, sowie die Rettungsübung. Nach erfolgreichem Absolvieren unter den kritischen Augen der Prüfer Ralph Dämmer und Susi & Tessen von Glasow konnte direkt vor Ort die Lehrbefugnis für Tobias Haug aus dem Bezirk Breisgau erteilt werden. Er ist dann auch direkt als Prüfer für den folgenden Teil der Einsatztaucherprüfung eingesetzt worden. Für die Einsatztaucherprüflinge stand dann am See als erster Prüfungsteil das 10 Meter Tieftauchen an.

Anschließend teilte sich die Prüflingsgruppe in drei Untergruppen auf und begann mit den weiteren Prüfungstauchgängen: sie mussten ihre Eignung als Signalmann, Taucheinsatzführer, Einsatztaucher und Sicherungstaucher unter Beweis stellen.

Badeunfall während Einsatztaucherprüfung

Während der Prüfungen kam es am anderen Ende des Baggersees zu einem Badeunfall. Plötzlich waren Hilferufe zu hören. Sofort wurde die Prüfung gestoppt, das einsatzklare Boot mit einem Tauchtrupp, unseren zwei anwesenden Taucherärzten sowie zwei weiteren Helfern besetzt und dann raste es auf die andere Uferseite. Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten konnte der Verunglückte gefunden und ans Ufer gebracht werden. Leider konnte nach etwa 25 Minuten Wiederbelebung nur noch der Tod des Patienten festgestellt werden. Bei dem warmen Wasser (ca. 20°C) waren ca. 6-7 Minuten unter Wasser dennoch zu lang.

Prüfung konnte fortgesetzt werden

Nach einer kurzen Aussprache der Prüfer entschlossen wir uns die Prüfung fortzusetzen. Alle Anwesenden wurden kurz zusammen gerufen, die Situation wurde erklärt, es wurde auch jedem Prüfling freigestellt die Prüfung zu unterbrechen. Alle Prüflinge wollten die Prüfung fortsetzen.

Wasserrettung im Katastrophenschutz etabliert: DLRG übernimmt in Baden-Württemberg den Fachdienst Wasserrettung

Seit dem 1. November 2012 ist in Baden-Württemberg die neue Verwaltungsvorschrift "Stärke und Gliederung" in Kraft. Somit ist die seit 2009 gemeinsam mit dem Landesverband Württemberg und dem Innenministerium erarbeitete KatS-Konzeption nun verbindlich.

Derzeit arbeiten die beiden Landesverbände an der Umsetzung der neuen Konzeption. Ein großer Teil der Fahrzeuge des Grundmoduls im neuen
Fachdienst wurde in den letzten Monaten vom Land übergeben und in Dienst gestellt. Die Beschaffungen im Bereich Strömungsrettung sind bereits in Planung und teilweise schon in der Beschaffung.

Die strukturelle Änderung bringt der Bevölkerung ein gesteigertes Maß an Sicherheit, da nun der Fachdienst „Wasserrettung“ losgelöst vom Sanitätsdienst (dem er bisher angegliedert war) alarmiert und in den Einsatz entsandt werden kann. Heinz Thöne, Vizepräsident des DLRG Landesverbands Baden, ist sich sicher, dass die DLRG in Baden-Württemberg auch für die Katastrophenfälle eine schlagkräftige, hochmotivierte Truppe bereithält. Gleichzeitig lobte er die intensive und gute Zusammenarbeit mit seinem Kollegen des Landesverbands Württemberg und der Leitung Einsatz beider Verbände.

"Mit der neuen Verwaltungsvorschrift sind wir auf unserem Weg einen großen Schritt weiter gekommen", so Thöne weiter. Nun liegt es an der DLRG, die neuen Strukturen vor Ort umzusetzen

Informationen aus dem Bereich Ausbildung: Das Crossover - Verkürzter Ausbildungsweg zum "Ausbilder Schwimmen" für langjährige Ausbilder

Mit der neuen Auflage der PO1 änderte sich die Prüfberechtigung für die Schwimmabzeichen. Waren vormals die Inhaber einer 100er-Nummer mit Volljährigkeit und Auftrag der Ortsgruppe berechtigt, Schwimmprüfungen abzunehmen, obliegt dieses Recht mittlerweile nur noch den Ausbildern Schwimmen oder Lehrscheininhabern. Gerade langjährige Ausbilder der Ortsgruppen ohne Lehrschein oder Ausbilder-Lizenz hegen den Wunsch, dieses Privileg weiterhin ausüben zu dürfen. Daher möchte der Landesverband mit diesem Konzept langjährigen aktiven Ausbildern die Möglichkeit geben, die Lizenz "Ausbilder Schwimmen" auf verkürztem Wege zu erlangen und damit die formalen Kriterien der PO zur Prüfberechtigung von Schwimmabzeichen zu erfüllen.

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Konzept (aufgrund der Tatsache, dass bislang mit den 100er-Nummern auch nur eine Abnahme der Schwimm-, aber nicht der Rettungsschwimmabzeichen möglich war)
ausschließlich für eine verkürzte Ausbildung zur Erlangung der Lizenz "Ausbilder Schwimmen" und nicht der Lizenz "Ausbilder Rettungsschwimmen" gilt!

Das vollständige Informationsschreiben ist im Internet unter der folgenden Adresse verfügbar:

http://baden.dlrg.de/ausbildung/ausbilder-srs/crossover-schwimmen.html

Wir weisen darauf hin, dass dieses Informationsschreiben nur der ersten Übersicht dient. Im Tageslehrgang werden weitere Inhalte, wie zum Beispiel die Unterstützung beim Selbststudium besprochen.

Wer nach dem Tageslehrgang weitere Fragen zum Crossover hat, kann sich gerne unter schwimmen(at)baden.dlrg.de an Janice Haney wenden.

Blick über den Tellerrand: 70 Kilo schwerer Riesenwels im Neckar bei Eberbach gefangen

Peter Merkel konnte im Juni einen 2,16 Meter langen und ca. 70 Kilo schweren Riesenwels aus dem Neckar bei Eberbach fischen.

Bereits im letzten Jahr konnte Peter Merkel bei Eberbach Monsterwelse von 2,11 und 2,21 Metern Länge aus dem Neckar fangen.

Der Wels wurde Ende der siebziger Jahren im Neckar zum ersten Mal besetzt. Mittlerweile sind über 30 Jahre vergangen und die Welsbestände im Neckar sind so gewaltig angewachsen, dass mehrere solcher Großfische im Neckar ihr Unwesen treiben. Der Wels erbeutet kleinere schwächere Fische und Wirbellose Tiere, was ihn zur Gesundheitspolizei der Gewässer macht. Er unterbindet damit Fischkrankheiten und beugt einer Fisch-Verbuttung vor.

Peter Merkel ist ein Erfahrener Welshunter der seine gesamte Freizeit diesen Fischen widmet.

 

Informationen aus den Gliederungen

Unter dieser Rubrik wollen wir den Gliederungen im LV Baden die Möglichkeit bieten, interessante Neuigkeiten aus ihrem Bereich zu präsentieren. Interessant sind dabei selbstverständlich vor allem Beiträge, die anderen Gliederungen Anregungen und Beispiele für die eigene Arbeit geben.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 07. Dezember 2012.

Impressum

Herausgeber: DLRG Landesverband Baden e. V.
Ansprechpartner: Markus Slaby
Redaktion: Ingrid Lehr-Binder, Ludwig Schulz, Markus Slaby
Fotos: DLRG, Markus Slaby
Veröffentlichung:
DLRG Landesverband Baden e. V., Werftstr. 8a, 76189 Karlsruhe
Tel. 0721 911 00 10
info@baden.dlrg.de, www.baden.dlrg.de
Registergericht: Amtsgericht Karlsruhe, VR 647
Vertretungsberichtigter Vorstand: Ingrid Lehr-Binder, Felix Strobel, Heinz-Jürgen Thöne, Alexander Salomon