DLRG Baden Aktiv

Ausgabe 1/2012

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Landesverband informiert über finanzielle Situation und geplante Investitionen

Angeregte Diskussionen anlässlich der Info-Tour "Zukunftsperspektiven"

An drei Abenden diskutierten Vertreter des Landesverbands mit interessierten Mitgliedern über die finanzielle Zukunft des Landesverbands und seiner Gliederungen. Stationen der Info-Tour 2011 waren Konstanz, Mosbach und Karlsruhe. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand dabei die wirtschaftliche Situation des Landesverbands, mit besonderem Augenmerk auf notwendige Investitionen und die auf dem Landesverbandstag im Mai zu beschließende Erhöhung der Beitragsanteile. Geschäftsstellenleiter Ludwig Schulz erörterte zunächst am Beispiel des Haushaltsplans für das Jahr 2012 die Zusammensetzung von Einnahmen und Ausgaben des Landesverbands (siehe hierzu die Graphik auf Seite 2 und 3). Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmer mögliche Einsparpotentiale und Einnahmeerhöhungen. Schließlich wurde anhand der mittelfristigen Finanzplanung dargestellt, welche Alternativen und Zukunftsperspektiven sich für die Finanzplanung und die Arbeit des Landesverbands in den nächsten Jahren bieten.

Besonders kontrovers wurde dabei über die vom Landesvorstand geplanten Investitionen in das DLRG-Zentrum in der Karlsruher Werftstraße diskutiert sowie über den möglichen Ankauf des an das Gebäude angrenzende „Heinz-Spachholz-Haus“ der Stadtgruppe Karlsruhe. Letztlich waren sich die Teilnehmer einig, dass der Landesverband im Falle des Verkaufs des Heinz-Spachholz-Hauses unbedingt von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen sollte.

Die Nutzung des DLRG Zentrums Baden hat sich während der letzten Jahre erfreulich entwickelt. So besuchten in 2011 mehr als 550 Teilnehmer Lehrgänge des Stammverbands und weitere 180 Teilnehmer Lehrgänge der Landesjugend. Es fanden 15 Gremientagungen des Landesverbands und 20 Tagungen der Landesjugend im DZB statt, neunmal wurden die Räume und Übernachtungsmöglichkeiten fremd vermietet. Aber gerade die intensive Nutzung zeigt die Notwendigkeit diverser Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen – so ist zum Beispiel die vorhandene Küche nicht zweckmäßig und zu klein, die Zahl der Duschen und Toiletten zu gering, es fehlen Lagerflächen, es gibt keinen Aufenthaltsraum und es fehlt Bürofläche. Aus einem im letzten Jahr erstellten Brandschutzgutachten ergaben sich zudem diverse notwendige Brandschutzmaßnahmen. Der Vertreter der Bezirke, Helmut Weber, stellte den Teilnehmern anhand von Plänen einige Lösungsvarianten vor, die bis zum Landesverbandstag weiter ausgearbeitet werden sollen.

Die große Mehrheit der Teilnehmer sprach sich zudem – unabhängig von den geplanten Investitionen – für eine Erhöhung des Beitragsanteils für den Landesverband aus. Mit der ersten Erhöhung des Beitragsanteils seit mehr als 10 Jahren (1999 wurde der Anteil von 10 auf 11 DM erhöht) soll der Landesverband in die Lage versetzt werden, auch mittelfristig ausgeglichene Haushalte vorlegen zu können. Denn ähnlich wie viele Ortsgruppen, sieht sich auch der Landesverband mit den Problemen langfristig sinkender Mitgliedszahlen und dem Wegfall ehrenamtlichen Engagements konfrontiert. Gleichzeitig ist die Aufgabenstruktur des Verbands während der letzten Jahre gewachsen. Viele dieser Aufgaben erfordern heute den Einsatz hauptamtlichen Personals, um die DLRG zum Beispiel auch tagsüber an Werktagen in Gremien wie dem Landesauschuss für den Rettungsdienst oder der Landesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe vertreten zu können.

Aufgrund der ausgedehnten Diskussion über die Zukunftsperspektiven des Landesverbands, kam die angekündigte Vorstellung von Finanzierungs-möglichkeiten der Ortgruppen bei einem Teil der Veranstaltungen leider etwas zu kurz. Deshalb möchten wir hier nochmals auf einige vom Bundesverband angebotenen Aktionen und Förderungen hinweisen.

  • Struktur-Förderfonds des Bundesverbands
    Ziel dieses Fonds ist das Erreichen einheitlicher Strukturen und eines einheitlichen Niveaus im Bereich der satzungsgemäßen Kernaufgaben der DLRG. Der Bundesverband will hiermit Gliederungen bei Projekten unterstützen, die zum Ausgleich von Struktur- und Entwicklungsdefiziten beitragen sollen. Konkret geht es dabei u. a. um Maßnahmen zur besseren Flächendeckung der DLRG Präsenz, zur Steigerung der Zahl der Mitglieder und Gliederungen, zur Optimierung des Wasserrettungsdienstes sowie Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Anträge hierfür können über den Landesverband mit dessen Befürwortung an das Präsidium gestellt werden. Ausführliche Informationen zum Struktur-Förderfonds gibt es unter: http://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/verbandskommunikation/aktionen-foerderungen/strukturfoerderung.html
  • Die Margot-Probandt-Franke-Stiftung
    Bereits seit 1973 stellt die Margot-Probandt-Franke-Stiftung aus den Stiftungserträgen finanzielle Mittel zur Verfügung, die der Ausbildung von Rettungsschwimmern, der Ausbau- und Fortentwicklung des Wasserrettungsdienstes und der Beschaffung von Rettungsmitteln dienen sollen. Hierzu finden zweimal jährlich Ausschreibungen statt, Antragsschluss ist jeweils der 30. April bzw. der 30. November.
    Ausführliche Informationen zur Margot-Probandt-Franke-Stiftung gibt es unter: http://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/aktionenfoerderungen/mpf-stiftung.html
  • Erwähnt werden sollen an dieser Stelle außerdem das Grüne Band, eine Aktion des DOSB zur Unterstützung von besonderen Leistungen bei der sportlichen Talentförderung und der Nivea Preis für Lebensretter. Informationen hierzu gibt es unter http://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/aktionenfoerderungen/nivea-preis.html und http://www.dlrg.de/fuer-mitglieder/aktionenfoerderungen/gruenes-band.html.
  • Zu guter Letzt wollen wir noch die Stiftung Wasserrettung Bodensee vorstellen. Die Stiftung Wasserrettung Bodensee unterstützt DLRG-Gliederungen bei der Umsetzung von Projekten und größeren Anschaffungen. Formlose Anträge können bei Jürgen Wagner, Seestr. 1, 78464 Konstanz gestellt werden.
    Zur Unterstützung der Gliederungen prüft der Landesverband zudem die Aufnahme eines neuen Lehrgangs zum Thema Fundraising in das Lehrgangsprogramm 2013. In unserem Newsletter Baden-Aktiv werden wir zukünftig regelmäßig unter der Rubrik „Perspektiven“ auf verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten hinweisen.

Grußwort der Präsidentin

Liebe DLRG-Mitglieder in Baden!

Ich weiß, wir sind schon mitten im Februar. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nutzen und allen ein erfolgreiches Jahr 2012 - privat, beruflich und natürlich bei und mit der DLRG zu wünschen!

In den ersten Wochen sind schon einige Dinge passiert, die nur selten bei uns auf der Tagesordnung stehen. Der Bezirk Rhein-Neckar löst sich auf, die Ortsgruppen sind Mitglied im Bezirk Kurpfalz geworden. Damit gibt es nur noch 12 Bezirke im Landesverband Baden.

Die Umbaupläne für die Werftstraße werden immer konkreter, Vorstand und Bezirksleiter werden in den nächsten Tagen weiter darüber diskutieren. Erste Gestaltungsvorschläge sind schon da.
Wir sind jedenfalls optimistisch und werden sicherlich gemeinsam die richtigen, zukunftsweisenden Entscheidungen treffen.

Das gedruckte Lehrgangsheft ging weg wie warme Semmeln, wir haben inzwischen den Nachdruck in Auftrag geben. Hefte können ab sofort wieder unter info@baden.dlrg.de abgerufen werden.
Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Lesen des neuen Newsletters! Für jeden ist bestimmt etwas Interessantes dabei.

Viele Grüße aus Karlsruhe
Ingrid Lehr-Binder

Plätze frei - Lehrgänge im Frühjahr

Die Lehrgangsangebote und das Lehrgangsheft des Landesverbands und der Landesjugend sind online abrufbarunter http://baden.dlrg.de/termine.html und unter:
http://www.baden-dlrg.de/jugend/angebot/lehrgang

Für die folgenden Lehrgänge und Tagungen werden noch dringend Teilnehmer gesucht:

  • EH Ausbilder Fortbildung
    25. Februar, RAZ Leimen
  • Fachtagung Verbandskommunikation
    31. März, Karlsruhe, DZB
  • Führungskräfte Lehrgang 2.0
    08.-14. April, Thomashof, Karlsruhe
    Dieser Lehrgang wird im LV Baden als methodisch-didaktischer Grundausbildungsblock anerkannt (außer für den Bereich Medizin).

Informationen aus dem Ressort Einsatz: Fahrberechtigung - 4,5t/7,5t für Rettungsdienste

Die Ausführungsbestimmungen zum „Großen FW-Führerschein“ (4,5 bis 7,5 to plus Anhänger) sind derzeit beim Verkehrsministerium des Landes BW anhängig und werden dort erstellt. Mit einer baldigen Veröffentlichung ist zu rechnen. Diese werden vermutlich nicht groß von der Bayrischen Verwaltungsvorschrift abweichen, weshalb wir hier einen Artikel aus dem vorletzten „Bayern/Aktuell“ des DLRG Landesverbandes Bayern mit Genehmigung des Autors wiedergeben, da dort genau die Fragen beantwortet werden, die immer wieder an uns gestellt werden.

Fragen und Antworten zur neuen Fahrberechtigung, zusammengestellt von Patrick Sinzinger, Leiter Ausbildung, DLRG LV Bayern:

 

  • Wo gilt denn die Fahrberechtigung?
    Nach gegenwärtigem Stand in ganz Deutschland, nicht im europäischen Ausland.
    Hierzu sind noch ein paar Verhandlungen nötig, um unsere Nachbarländer um eine Anerkennung zu bitten.
  • Werden die Fahrberechtigungen von allen Hilfsorganisationen / Rettungsdiensten anerkannt?
    Ja, es ist ganz ausdrücklich so in die Rechtsverordnung aufgenommen worden, dass eine organisationsübergreifende Ausbildung möglich ist und die Fahrberechtigungen auch organisationsübergreifend anzuerkennen sind. Soll bedeuten: wer die Fahrberechtigung z.B. bei einer Freiwilligen Feuerwehr gemacht hat, darf diese auch in der DLRG nutzen. Natürlich kann eine gerätebezogene Einweisung erforderlich bzw. angebracht sein. Aber das wird vor Ort in den Gliederungen geregelt werden.
  • Muss ich die Fahrberechtigung immer mitführen?
    Absolut ja, nur die amtliche Fahrberechtigung in Verbindung mit dem Führerschein ermöglicht erst das Fahren der Einsatzfahrzeuge
  • Was ist, wenn ich ein Fahrverbot auferlegt bekomme?
    Dann ruht die Fahrberechtigung, weil diese nur in Verbindung mit dem Führerschein gültig ist. Hier gibt es keine Ausnahmen.
  • Wie ist das mit den Ausbildern?
    Mindestalter 30 Jahre und seit fünf Jahren im Besitz der Fahrerlaubnisklasse C1E.- Und: Man darf nicht mehr als 3 Punkte im Verkehrszentralregister (VZR) aufweisen.
  • Aber was ist, wenn die Bedingungen mal nicht erfüllt werden, der Ausbilder bekommt z.B. einen oder mehrere Punkte im VZR eingetragen?
    Dann darf er erst wieder als Ausbilder oder als Prüfer tätig werden, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind. So lange ruht die Ausbildungserlaubnis.
  • Muss eigentlich immer eine Ausbildung und Prüfung absolviert werden oder gibt es Ausnahmen?
    Ja, es ist immer verbindlich eine Ausbildung mit den geforderten Stundenansätzen inkl. Prüfung vorgeschrieben.
  • Wie wird man Fahrausbilder / Prüfer?
    In dem man die Schulung (Unterweisung) im Landesverband durchläuft und von seiner örtlichen Gliederung mit der Ausbildung beauftragt wird.
    Warum müssen denn Prüfer und Ausbilder getrennt sein?
    Grundsätzlich ist jeder Ausbilder auch Prüfer, nur darf der Ausbilder nicht bei seinem eigenen Fahrschüler auch als Prüfer eingesetzt werden. Dies ist erforderlich, um die Objektivität zu wahren.
    Kann der Ausbilder die Zulassung zur Prüfung verweigern?
    Ja, wir werden im Landesverband Baden festlegen, dass, wenn ein Teilnehmer vom Lernerfolg her noch nicht so weit ist, dass er sich mit dem Fahrzeug sicher im Straßenverkehr bewegen kann, er auch nicht zur Prüfung zugelassen wird. Wenn der Teilnehmer z.B. charakterlich ungeeignet erscheint, weil er z.B. vorsätzlich grob verkehrswidrig fährt, steht es den Ausbildern frei, die Zulassung zur Prüfung zu verweigern.
  • Ist das Fahrzeug während der Ausbildung versichert?
    Ja, die Fahrzeuge der DLRG, die über den LVM-Rahmenvertrag versichert sind, haben Versicherungsschutz. Sollte das Fahrzeug bei einer anderen Gesellschaft versichert sein, so muss dort die Genehmigung für die Ausbildung eingeholt werden.
  • Und wie ist das, wenn ein Mitglied einer anderen Hilfsorganisation am Steuer sitzt?
    Das spielt keine Rolle, das Fahrzeug ist ja versichert, nicht der Fahrer. Und der Teilnehmer fährt mit Wissen und Wollen der DLRG dieses Fahrzeug.
  • Gilt das auch, bei Fahrsicherheitstrainings?
    Ja, sofern die Versicherung (LVM) vorab informiert wurde. Die Fahrausbilder wissen wie das geht, die entsprechenden Hintergrundinformationen sind über ILIAS verfügbar.
  • Wie beantrage ich die Fahrberechtigung?
    Ganz einfach: Der Fahrausbilder erstellt einen Ausbildungsnachweis, auf dem der Teilnehmer und der Fahrausbilder abzeichnen, welche Ausbildungsinhalte erfolgreich absolviert wurden. Auf dem Aufzeichnungsblatt für die Ausbildung bescheinigt der Ausbilder auch die Prüfungsreife. In der Prüfung nutzt der Prüfer das Aufzeichnungsblatt für die Prüfung. Abschließend wird der Vordruck Ausbildungs- und Prüfbescheinigung ausgefüllt und durch Ausbilder und den Prüfer abgezeichnet, die Mitgliedschaft in der DLRG durch die örtliche Gliederung bestätigt und ab damit zur Führerscheinstelle / Landratsamt oder Kreisverwaltungsbehörde. Die erstellt auf Basis der Bescheinigung dann die Fahrberechtigung. Diese Unterlagen hat jeder Ausbilder und auch jeder Prüfer verfügbar.

Medizinisches Einwegmaterial

Die Firma Radecker Notfallmedizin informiert über medizinisches Einwegmaterial.

In den letzten Jahren werden immer mehr Artikel zum einmaligen Gebrauch produziert. Viele Produkte können wir uns als Mehrwegprodukte gar nicht mehr vorstellen. So wurden bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch Tuben, Spritzen oder gar Kanülen als wiederverwendbare Produkte benutzt. Nachdem in diesen Bereichen durch neue Materialien Einmalprodukte produziert werden konnten, setzten sich diese auch schnell durch.

Vor allem Infektionen zwischen verschiedenen Patienten wurden damit erfolgreich reduziert. Heute stehen wir vor einem Angebot an Medizinprodukten, das kaum noch überschaubar ist.

Vielen widerstrebt der Gedanke aufwendige Geräte nach Gebrauch einfach zu entsorgen. Dennoch überwiegen bei den meisten angebotenen Produkten die Vorteile eines Einwegartikels. Zumindest Einrichtungen, die nicht täglich schwer Erkrankte oder Verletzte Personen versorgen, arbeiten mit diesen Produkten in der Regel kostengünstiger, sicherer und mit weniger Aufwand.

So lassen sich an einem Beispiel des Marktführers zum Preis eines Beatmungsbeutels mehr als die achtfache Menge an Einwegbeuteln finanzieren. Diese stehen dem teuren Mehrwegprodukt im praktischen Alltag in nichts nach. Es lassen sich genauso Sauerstoff-, Demand- und PEEP-Ventil konnektieren. Nach einem Einsatz können die benutzen Produkte einfach über den B-Müll entsorgt werden. Bei Mehrwegprodukten beginnt an dieser Stelle die Aufbereitung. Neben Reinigung, Desinfektion und gegebenenfalls Sterilisation muss dieser Wiederaufbereitungsprozess genauestens dokumentiert und überprüfbar gemacht werden. diese ständig steigenden Anforderungen führen dazu, dass selbst große Rettungsdienste trotz bestehender Infrastruktur zur Wiederaufbereitung mehr und mehr auf Einmalprodukte setzen.

Der Patient gewinnt in jedem Fall durch den Einsatz von Einmalprodukten. Das Infektionsrisiko durch Kreuzinfektionen sinkt und er wird in jedem Fall mit einem geprüften neuen Produkt behandelt.

Berichte aus den Gliederungen: 62jähriger Schlittschuhläufer aus eiskaltem Wasser gerettet

Graben-Neudorf (sab) Am Samstagnachmittag, den 4. Februar, brach ein Mann auf dem Graben-Neudorfer Prestelsee beim Schlittschuhlaufen im Eis ein. Die alarmierten Rettungskräfte von DLRG, Feuerwehr und DRK begannen direkt nach dem Eintreffen mit der Rettung des Eingebrochenen. Ein Taucher der DLRG begab sich im Überlebensanzug zu dem Verunfallten und brachte ihn zu einem Schlauchboot der Feuerwehr. Diese übergaben den Patienten an den Rettungsdienst, der ihn unterkühlt ins Krankenhaus brachte.

Das Betreten von Eisflächen ist lebensgefährlich, was dieser Vorfall deutlich macht. Hier profitierte der Eingebrochene von dem schnellen Eintreffen und der guten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, DLRG und DRK. Auch wenn eine Eisdecke noch so verlockend sein mag, warnen die Wasserretter des DLRG Bezirk Karlsruhe vor dem Spaziergang auf dem Eis. Generell gilt, dass ein zugefrorenes Gewässer erst betreten werden soll, wenn es offiziell dafür freigegeben ist. Die Eisdecke ist zwar vielerorts schon mehrere Zentimeter dick, dennoch können Lufteinschlüsse oder wärmere Strömungen unter der Eisdecke die Stabilität des Eises erheblich verringern. Auch Schnee und bewachsene Uferzonen verändern die Tragfähigkeit des Eises. Erst ab einer Eisdicke von ungefähr 15 Zentimetern, bei fließenden Gewässern sogar mindestens 20 Zentimetern, kann die Eisfläche sorglos betreten werden. „Knackt das Eis sollte man sich sofort flach auf den Bauch legen und vorsichtig in Richtung Ufer rutschen“, gibt Timo Imhof, Einsatzleiter der DLRG, Hinweise wie man sich bei einem Unglücksfall verhalten soll. „Ist jemand eingebrochen müssen alle Beteiligten sehr umsichtig handeln, denn der Einbruchstelle sollte man sich nur sehr vorsichtig nähern. Eine dicke Winterjacke, ein kräftiger Schal oder das Abschleppseil aus dem Auto können helfen, die Person aus dem eisigen Wasser zu retten“, schildert Imhof das weitere Vorgehen. Als erstes sollte man die Rettungskräfte über den Notruf 112 alarmieren: Zum eigenen Schutz und um anschließend den Eingebrochenen zu versorgen. Eine Selbstrettung ist nur sehr schwierig möglich: Um Hilfe rufen, wenig strampeln und die Hände seitlich auf die Eisdecke legen um zu verhindern, dass man unter die Eisfläche gerät. Die ehrenamtlichen Lebensretter klären zum einen über die Gefahren auf und bereiten sich parallel dazu auf mögliche Eisrettungseinsätze vor und trainieren die schnelle und sichere Rettung aus dem Eis. „Unsere Einsatzkräfte üben sowohl die Rettung vom Land aus und den Einsatz von Rettungsgeräten auf dem Eis, als auch die Suche mit Tauchern von eingebrochenen Personen unterm Eis, wie dieses Wochenende bei einer Fortbildung bei Sankt Georgen im Schwarzwald“, erläutert Imhof, was von den Wasserrettern bei diesen arktischen Temperaturen gefordert wird. Gerade im kalten Wasser können sich die eingebrochenen Personen nicht lange über Wasser halten, hier zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es für die Einsatzkräfte der DLRG, dass jeder Handgriff sitzt.

Simon Beck, Bezirk Karlsruhe

Eisrettung auch auf dem Bodensee

Auch vor der Insel Reichenau mussten Einsatzkräfte der DLRG Konstanz zur Rettung einer im Eins eingebrochenen Person ausrücken. Die Einsatzkräfte der DLRG konnten den stark unterkühlten Patienten sicher vom Eis bringen und an den Rettungsdienst übergeben. Der DLRG Bezirk Bodensee-Konstanz weist darauf hin, dass es am Gnadensee eine offizielle „Eis-Freigabe“ mit einer Überprüfung und Gewährleistung durch öffentliche Stellen nicht mehr gibt. Eisläufer betreten den See auf eigene Gefahr. Insbesondere an Wochenenden sind jedoch organisierte, ehrenamtliche Eiswachen im Einsatz.

Bootsbergung in Bodman

Ein leckgeschlagenes und gekentertes Boot im Hafen in Bodman erforderte am 7. Februar den Einsatz der DLRG. Nach einer Lageerkundung unter Wasser wurden Treibstoffbehälter, Persenning und Ausrüstung gesichert und der Havarist ins Flachwasser geschleppt. Schließlich konnte das Boot im Flachwasser umgedreht und nach dem Auspumpen in den Gemeindehafen geschleppt werden, wo der Havarist an Land gebracht wurde.

Wasserrettung am Bodensee - mach was Sinnvolles in deiner Freizeit

Unsere DLRG Gruppe Dettingen-Dingelsdorf e.V. sorgt seit 1973 für die Sicherheit am und auf dem Bodensee. Unser Wachbereich erstreckt sich von der bekannten Marienschlucht über die Seestrandbäder Wallhausen und Dingelsdorf bis zur Blumeninsel Mainau. Mit dem Rettungsboot decken wir den Überlinger See ab.

Wir brauchen Deine Hilfe als Rettungsschwimmer bei uns am Bodensee!
Besuche uns als einzelner Wachgänger, als Gruppe von 3 bis 6 Personen oder DLRG Familie, die Wasserrettung mit Freizeit kombinieren will.

►► www.dettingen-dingelsdorf.dlrg.de/gaeste

Wir bieten

  • freie Unterkunft in der WRSt Wallhausen
  • viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Bekanntschaften in einer der schönsten Regionen der Welt
  • wir empfangen Euch bei der Anreise und weisen Euch sowohl in der WRSt wie in der Unterkunft ein
  • wir betreuen Euch regelmäßig und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung
  • jeden Sonntag Wachdienstfrühstück

DLRG Jugend Mannheim gewinnt bei Bundeswettbewerb "Ich spiele was, was du nicht spielst!"

PM/Mannheim – In den lokalen Medien hat man sie schon öfter gesehen, die glücklichen Augen der Kinder, die bei den Veranstaltungen der DLRG Bezirk Mannheim e.V. und ihrer Jugend nach der erfolgreichen Rettung eines Teddybären aus dem „Wasser“ in die Kamera strahlen. Jetzt erlangte die Bezirksjugend für ihr Spielekonzept anlässlich des „Kinderspektakels“ am „Tag der Familie“ im Luisenpark den ersten Platz in einem Ideenwettbewerb. Im Rahmen der Jugendkampagne „Spielewelten - Ich spiele was, was du nicht spielst“ suchte der DLRG-Bundesverband nach den pfiffigsten Ideen in ihren rund 2.000 Ortsgruppen, um die Entwicklung von Kindern, aber natürlich auch den Spaß und das Lernen mit dem Bereich der Gefahrenprävention am Wasser zu verbinden. Stefanie Lüthje, Bildungsreferentin der DLRG-Jugend im Bundesverband und Mitglied der Jury, lobte die Mannheimer Retter für ihre kreativen Lösungen. „Mit einfachen Mitteln hat die Bezirksjugend Mannheim sehr gute Spiele entwickelt, bei denen mit Spaß gelernt wird“, sagte die Vertreterin der Bundesjugend nach dem Entscheid. Diese werden nun Teil einer Arbeitshilfe, die die DLRG-Verantwortlichen allen ihren Gliederungen zur Verfügung stellt.

Die DLRG-Jugendlichen hatten eigens für ihre Auftritte bei Spiele- und Infoveranstaltungen verschiedene Spielelemente entwickelt. So bauten sie einen Notrufsimulator, an dem die Kinder mit richtigen Telefonen aber einer gespielten Leitstelle erleben können, dass ein Notruf zwar ein Kinderspiel,
aber kein Kinderspielzeug ist. Gleichzeitig lernen die Kleinen, welche Fragen zu beantworten sind, wenn es denn mal zu einem Notfall in ihrem Umfeld kommt. Bruno, der Piratenbär, durfte mittlerweile schon viele Hundert Lebensrettungen durch ebenso viele Kinder erfahren, wenn er als „ertrinkender Bär“ von ihnen mit einem Gurtretter über die „Wasserfolie“ ans sichere Ufer gebracht wird. Aber auch ein Quiz rund um das Element Wasser und die Wasserrettung überzeugte die Juroren. „Für uns als DLRGler ist es natürlich auch immer wichtig, den Bezug zum Wasser und zu unseren Aufgaben herzustellen“, zeigte sich Katrin Schönfelder, Ressortleiterin Kindergruppenarbeit der DLRG-Jugend Mannheim, besonders stolz darüber, dass die vielen Überlegungen, die sie und ihr Team angestellt hatten, nun mit einem Preis geehrt wurden. Mehr als 300 Ehrenamtliche aus den unterschiedlichsten Kinder-, Jugend- und Familienorganisationen boten am „Tag der Familie“ am 17. September an rund 32 Spielstationen Aktivitäten für Jung und Alt an. Alleine die DLRG-Jugend war an diesem Tag mit dreizehn Helfern und drei Zelten vor Ort und bot sieben Spiele und Mitmachaktionen an. Der erste Platz, den die Bezirksjugendlichen nun erlangten, war mit einem Buchpreis dotiert, mit dem die Verantwortlichen und Mitarbeiter der Gruppe nun weitere Ideen für eine auch künftig so erfolgreiche Jugendarbeit entwickeln wollen.

Torsten Ahl, DLRG Bezirk Mannheim

Fahrsicherheitstraining der DLRG Rheinfelden in Karlsruhe

Frühmorgens um 6 Uhr trafen sich Mitglieder der DLRG Ortsgruppe Rheinfelden an der Rettungswache, um mit ihren Fahrzeugen zum Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht nach Karlsruhe aufzubrechen. Mit einer Mannschaft von jeweils 12 Personen wurden vier Einsatzfahrzeuge besetzt und bis Karlsruhe die Kolonnenfahrt geübt.

Angekommen auf dem Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht Karlsruhe informierte der Kursleiter über das Rahmenprogramm und die Kursbedingungen. Gleich zu Beginn wurde die Wichtigkeit der richtigen Sitzposition und der Gurtführung betont. Auf einer Slalom-Strecke sollten die Teilnehmer erkennen, dass der rechte Winkel der Rückenlehne und die beidhändige Griffstellung mit angewinkelten Armen am Lenkrad wichtig sind, um in Extremsituationen im Straßenverkehr schnell und sicher reagieren zu können.

Die Vollbremsung in Kurvenfahrt gab dann den Vorgeschmack auf die nächsten Übungen. Die Vollbremsung auf der Geraden mit verschiedenen Geschwindigkeiten verdeutlichte die Wichtigkeit des ABS und vermittelte ein Gefühl für das Eigenverhalten des Fahrzeugs. Ein schneller Fahrerwechsel auf dem Fahrzeug und zwischen den Fahrzeugen gab jedem die Möglichkeit Erfahrungen mit den verschiedenen Fahrzeugen zu sammeln.

In weiteren Übungen wurden Vollbremsungen auf einer glatten Fahrbahn getestet. Dabei zeigte sich, wie präzise die Fahrzeuge in der Spur blieben ohne auszubrechen. Einzig das Bootsgruppenfahrzeug brach sehr leicht in Richtung der griffigeren Fahrbahnseite aus.

Gut gestärkt ging es nach der Mittagspause mit Ausweichübungen auf griffiger und glatter Fahrbahn weiter. Zwischen den Übungen gab es Informationen über typisches Fahrzeugverhalten beim Bremsen und darüber, dass Reifen nach einigen Jahren aushärten und folglich nicht mehr die optimalen Haftungseigenschaften haben.

Nach einer Abschlussbesprechung und dem Überreichen der Urkunden begaben sich die Teilnehmer auf die Heimreise bei schwierigen Wetterbedingungen mit Regen und Schnee sowie zunehmend starkem Verkehr. Nach dem Betanken und Überprüfen der Fahrzeuge endete der ereignisreiche Tag gegen 21 Uhr.

Jens Witzig, DLRG OG Rheinfelden e.V.

DLRG Bezirk Bodensee-Konstanz wählt Philipp Gärtner zum neuen Bezirksleiter

Nach acht Jahren außerordentlich erfolgreicher DLRG Vorstandsarbeit trat Andreas Hoffmann, der zukünftig als Geschäftsführer die Geschicke des Caritasverbands Konstanz leiten wird, nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender an.

Der Bezirkstag wählte Philipp Gärtner zu seinem Nachfolger. Philipp Gärtner ist Stellvertreter des Landrats. In seiner Amtszeit möchte er das Niveau der finanziellen und materiellen Ausstattung im Bezirk halten und die vielen aktiven Jugendlichen motivieren dabei zu bleiben und die Vernetzung des DLRG-Bezirks verstärken.

Elke Lehr erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

Im Rahmen einer Feierstunde erhielt Elke Lehr (DLRG Waldshut-Tiengen) am 16. November in Berlin aus den Händen von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die zehn mit dem Verdienstkreuz am Bande Geehrten verbindet ein beispielloses ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen. Ob im Bevölkerungsschutz, im Sport, in der Entwicklungshilfe, der Integration, im sozialen oder kulturellen Bereich - sie zeigten, z. T. über Jahrzehnte, einen Einsatz für die Gesellschaft, der vorbildhaft ist. Das Engagement der Ehrenamtlichen hat dabei das Leben von vielen Menschen positiv geprägt. Friedrich dankte seinen Ehrengästen für ihren hohen persönlichen Einsatz zum Wohle der Gesellschaft und stellte fest: "Ihre Tätigkeit, Ihr ehrenamtliches Engagement, das ist der "Kitt", der unsere Gesellschaft zusammenhält." Der Minister erwähnte auch die Bereicherung, die diejenigen empfinden, die sich für andere engagieren. [mehr...]

Informationen aus den Gliederungen

Unter dieser Rubrik wollen wir den Gliederungen im LV Baden die Möglichkeit bieten, interessante Neuigkeiten aus ihrem Bereich zu präsentieren. Interessant sind dabei selbstverständlich vor allem Beiträge, die anderen Gliederungen Anregungen und Beispiele für die eigene Arbeit geben.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 23. März 2012.

Impressum

Herausgeber: DLRG Landesverband Baden e. V.
Ansprechpartner: Markus Slaby
Redaktion: Ingrid Lehr-Binder, Ludwig Schulz, Heinz Seib, Markus Slaby
Fotos: DLRG, Markus Slaby, Jens Witzig, Torsten Ahl
Veröffentlichung:
DLRG Landesverband Baden e. V. 76189 Karlsruhe Tel. 0721 911 00 10
info@baden.dlrg.de, www.baden.dlrg.de
Registergericht: Amtsgericht Karlsruhe, VR 647
Vertretungsberichtigter Vorstand: Ingrid Lehr-Binder, Marc André Tichy, Heinz-Jürgen Thöne, Dominique Gallas