DLRG Baden Aktiv

Ausgabe 2/2011

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Miteinander reden baut Vorurteile ab

Erfolgsgeschichte "Mehr Migrantinnen in den Sport" - Elke Lehr (Waldshut-Tiengen) im Interview

Von Februar 2009 bis Februar 2011 nahm die Ortsgruppe Waldshut-Tiengen an dem Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – Mehr Migrantinnen in den Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) teil. Durch den immensen Einsatz der DLRG-Kameraden entwickelte sich das Projekt zu einer wahren Erfolgsgeschichte und sorgte bundesweit für Aufsehen.

Baden Aktiv (BA): Hallo Elke, wie seid ihr vor über zwei Jahren auf dieses Netzwerkprojekt aufmerksam geworden?
Elke Lehr (EL): Eigentlich ganz unspektakulär: Im Januar 2009 wurde eine E-Mail von der Bundesgeschäftsstelle über dieses Integrationsprojekt weitergeleitet. Das Projekt fanden wir sehr interessant, besonders da wir über eine Kooperation mit der Grund- und Hauptschule in Gurtweil bereits die Erfahrung gemacht hatten, dass viele junge Migrantinnen nicht schwimmen konnten oder dies nicht durften.

BA: Somit war das Thema für euch nicht neu?
EL: Nein. Auf Grund dieser Erfahrung hatten wir bereits einen Schwimmkurs für die Mädchen angeboten – erstaunlicherweise meldeten sich aber deren Mütter an. Erst als wir in zwei Kursen die Mütter geschult hatten, konnten wir auch den Mädchen das Schwimmen beibringen.

BA: Wie ging es dann mit dem Netzwerkprojekt weiter?
EL: Wie üblich erst einmal mit Anträgen, Planung und Konzeption. Erst nach der Genehmigung durch den DOSB konnten wir richtig durchstarten.

BA: Das heißt ihr musstet Teilnehmer für eure Kurse finden?
EL: Ja richtig. Über Kindergärten konnten wir direkten Kontakt zu Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund aufbauen. Dies war sehr mühsam, mit 300 verteilten Flyern erhielten wir Anmeldungen von sechs Müttern und fünf Kindern für den ersten Kurs. Das war im Mai 2009.

BA: Ihr habt euch davon aber nicht demotivieren lassen?
EL: Nein, aller Anfang ist schwer. Die folgenden Kurse liefen immer besser und sind inzwischen absolute Selbstläufer geworden. Wir machen keine Werbung mehr und haben dennoch permanent volle Kurse und eine Warteliste. Inzwischen bilden wir sowohl Mütter, Väter als auch die Kinder beiden Geschlechtes aus – einige davon trainieren inzwischen ganz normal in unseren Schwimmgruppen mit.

BA: Es scheint als ob es aber nicht immer so einfach war...
EL: Nein, das war es ganz gewiss nicht. Neben den üblichen Problemen wenn man ein neues Projekt aufzieht, hatten wir besonders mit Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden zu kämpfen. So war es für uns zu Beginn gleich eine große Hürde eine genaue Uhrzeit abzusprechen und diese auch einzuhalten. Viel Zeit verschlangen auch die sprachlichen Barrieren. Auch Migranten, die sich im Alltag gut mit der deutschen Sprache zurechtfinden haben Probleme mit den Fachvokabeln einer Schwimmausbildung, wie etwa dem Beinschlag oder ähnlichen Begriffen.

BA: Gab es in diesen Kursen Probleme mit männlichen Ausbildern oder männlichen Teilnehmern?
EL: Wir haben von Beginn an darauf geachtet, rein weibliche Kurse mit weiblichen Übungsleitern zu haben. Es waren auch sonst keine Männer im Bad. Dies gab den Teilnehmerinnen ein hohes Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Wir sind uns sicher, dass es nur in dieser Umgebung überhaupt möglich war, ihnen die Angst vor dem Wasser zu nehmen und ihnen das Schwimmen beizubringen. Dieses Angebot wurde aber nicht nur von Musliminnen sondern auch von Osteuropäerinnen, Afrikanerinnen und Teilnehmerinnen aus vielen anderen Ländern sehr geschätzt – man darf sich bei dieser Arbeit im Kopf nicht auf Musliminnen beschränken!

BA: Würdest du die Arbeit mit Migranten in der Schwimmausbildung zum Nachahmen empfehlen?
EL: Absolut! Wenn man einmal miterlebt hat, welch Selbstvertrauen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während so eines Kurses aufgebaut haben ist das jede Mühe wert.

BA: Hast du noch einen ultimativen Tipp für andere Gliederungen die ähnliches vorhaben?
EL: So ultimativ ist der Tipp leider nicht, aber ich empfehle: Viel, viel miteinander reden – das baut nicht nur Vorurteile ab, es hilft auch Missverständnissen vorzubeugen. Der persönliche Kontakt – nicht über E-Mail – schafft die notwendige Vertrauensbasis, um solche Kurse durchzuführen.

Zur Person

Elke Lehr (49) ist in der DLRG Ortsgruppe Waldshut-Tiengen stellvertretende Leiterin Ausbildung und Leiterin des Netzwerkprojektes „Bewegung und Gesundheit – Mehr Migrantinnen in den Sport“. Beruflich ist sie als Lehrbeauftragte Schwimmen an verschiedenen Schulen aktiv.

 

Grußwort Ingird Lehr-Binder

Liebe DLRG-Mitglieder in Baden!
Wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen zu unserem Newsletter "Baden aktiv", offensichtlich haben wir damit ins Schwarze getroffen. Hier nun die zweite Ausgabe, auch dieses Mal mit einer breiten Palette von Informationen, so dass für jeden etwas dabei sein müsste. Wichtig ist uns immer ein Blick über den Tellerrand und Einblicke in die DLRG-Arbeit insgesamt im Landesverband. Daher machen wir euch ein Angebot: wir nehmen gerne auch interessante Meldungen aus den Bezirken und Ortsgruppen auf, damit das Bild noch bunter und vielfältiger wird. Einfach eine eMail mit den Infos an info@baden.dlrg.de schicken. Wir freuen uns drauf!

Viel Spaß beim Lesen! Und selbstverständlich darf der Newsletter gerne weiterverteilt werden!

Viele Grüße aus Karlsruhe

Ingrid Lehr-Binder

Super Lehrgangswochenende in Baden

Mehr als 120 Teilnehmer in 3 Bereichen ausgebildet

Gleich drei Lehrgänge wurden am 8. Und 9. 10. durch den DLRG Landesverband Baden angeboten:

 

  • In Hüningen trainierten Strömungs- und Fließwasserretter.
  • In Leimen die künftigen Führungskräfte für den Bereich Katastrophenschutz ausgebildet.
  • Im DZB in Karlsruhe glühte das WLAN beim Internetworkshop für die Webmaster der regionalen Gliederungen.

[mehr...]

Plätze frei - Das neue Lehrgangsheft ist online

Die Lehrgangsangebote und das neue Lehrgangsheft des Landesverbands und der Landesjugend für 2012 sind online.

Für die beiden folgen Lehrgänge werden noch dringend Teilnehmer gesucht:

12 neue Einsatztaucher - Prüfung in Kippenheimweiler

Bereits zum vierten Mal war der DLRG Landesverband Baden vom 2. bis 4. September 2011 zu Gast in Kippenheimweiler, um die Prüfung zum Einsatztaucher 2 durchzuführen. Nicht nur wegen der guten Prüfungsbedingungen sondern auch wegen der hervorragenden Betreuung durch die örtliche Gliederung kommen wir immer wieder gerne.

Unter der Leitung von Achim Schell und Christian Rößler, begann am Samstag in den frühen Morgenstunden die Prüfung für die 12 Teilnehmer die von 9 Prüfern begleitet wurden. Im Terrassenbad in Lahr standen 40 Meter Streckentauchen, 25 Meter Gerätantauchen und 60 Sekunden Zeittauchen auf dem Prüfungsplan (jeweils mit ABC-Ausrüstung und Tauchanzug). [mehr...]

Information aus dem Justitiariat: Mitgliedschaft

Liebe Freunde,
ein paar rechtliche Betrachtungen zur Mitgliedschaft:

Mehrfachmitgliedschaft

In der letzten Bundestagung wurde der schon immer währende Zustand der Mehrfachmitgliedschaft in der Satzung festgeschrieben: Jeder, der der DLRG beitritt, wird in einer/seiner Gruppe Mitglied, außerdem im entsprechenden Bezirk und Landesverband. Damit hat auch der Bundesverband Mitglieder, der Landesverband und der Bezirk auch. Rechtlich ist auch die Frage entschieden, dass der Bundesverband, der Landesverband und auch der Bezirk auch Zugriff auf die Mitgliederdaten der Gruppen haben, auch wenn sich diese in der Praxis ausschließlich in den Händen der Gruppen befinden. Es gibt auch die Möglichkeit, in mehreren Gruppen Mitglied zu sein, was natürlich zu doppelter Beitragspflicht führt. Die Mitgliedschaft ist in der Regel am Wohnort gegeben, was aber nicht sein muss. Selbst Gruppen können als e.V. Mitglied in einem anderen e.V. sein.

Rechte in der Gliederung

Die Satzung macht nicht deutlich, welche Rechte das Mitglied in der örtlichen Gliederung hat. Es sind dies im Wesentlichen das Recht, bei den Versammlungen rechtzeitig eingeladen zu werden, dort sein Stimm-, Rede- und Antragssrecht ausüben zu dürfen sowie sein passives Wahlrecht auszuüben, d.h. gewählt werden zu dürfen. Hinzu kommt das Recht zur Nutzung vereinseigener Einrichtungen.

Delegiertenprinzip

Die Delegierten vertreten die Mitglieder in allen Delegiertenversammlungen der übergeordneten Gliederungen, in denen die Mitglieder ansonsten ihre Rechte nicht direkt ausüben dürfen und können. Delegierte sind allerdings an den Willen der Mitglieder nicht gebunden, auch wenn bspw. der Wille in einer Jahreshauptversammlung ausdrücklich bekundet wird. Jeder Delegierte kann sich auf seine Wahl berufen, muss allerdings nicht zwingend den Willen der Wahlversammlung oder des jeweiligen Vorstandes befolgen. Es gibt also kein bindendes Mandat.

Schöne Grüße vom Bodensee
J. WAGNER, LL.M.,
Justitiar DLRG LV Baden e.V.
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

Info-Tour 2011 Zukunftsperspektiven

Zu Gast in Konstanz, Mosbach und Karlsruhe

Mit der Info-Tour Ausbildung im letzten Jahr haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, sie war sehr gut besucht und konnte viele Informationen direkt in die Gliederungen vor Ort bringen. Daher wollen wir die Info-Tour fortsetzen und haben uns aus aktuellem Anlass das Thema „Zukunftsperspektiven“ vorgenommen. Wir werden über unsere Pläne zur Zukunftssicherung des LV Baden informieren, aber auch beispielsweise Finanzierungstöpfe für die Gliederungen aufzeigen. Natürlich wird es an diesen Abenden auch um die angedachte Erhöhung der Beitragsanteile gehen.

Folgende Stationen wird es geben:

 

  • Dienstag, 15.11.2011 - Konstanz, DLRG Vereinsheim
  • Mittwoch, 23.11.2011 - Mosbach, Gasthaus Lamm
  • Dienstag, 29.11.2011 - Karlsruhe, Geschäftsstelle LV Baden

Start jeweils um 19 Uhr, geplante Dauer ca. 2,5 Stunden – das hängt sicherlich auch von der Diskussionsfreude vor Ort ab. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, unabhängig von einer Funktion. Wir freuen uns auf lebhaften Austausch an allen Stationen der Info-Tour „Zukunftsperspektiven“!

Anmeldung bitte per mail an info@baden.dlrg.de.

Aus den Gliederungen: Bundesfreiwilligen-Dienst bei der DLRG Königshofen

Seit dem 1. Oktober absolviert Ramon Hofmann (18) ein Bundesfreiwilligenjahr bei der DLRG Königshofen. Damit ist er einer der ersten innerhalb der DLRG und der erste im LV Baden, er nimmt somit eine Vorreiterrolle ein. Im Laufe des Jahres wird er alle Aktivitäten, welche die DLRG Königshofen ausübt mit betreuen und dabei Erfahrungen und Kenntnisse erlangen.

Geplant ist, dass er in Schulen und Kindergärten Kurse abhält, so u.a. DLRG im Kindergarten oder Rettungsschwimmprojekte. Zunächst wird er jedoch in Bad Nenndorf die Lehrgänge für BFD’ler besuchen. Hierbei wird er die Ausbildung zum Ausbilder/Prüfer Schwimmen und Rettungsschwimmen absolvieren. Nach dieser Ausbildung soll er die Projekte vor Ort selbständig durchführen. Ebenfalls wird er im Rahmen des Wasserrettungsdienstes, sowie den Wachdiensten im Schwimmbad und den weiteren Aktivitäten der DLRG Königshofen eingesetzt sein. Geplant ist auch je nach zeitlicher Möglichkeit ein Einsatz im zentralen Küstenwachdienst der DLRG.

Der 18 jährige war bereits ein Jahr auf der Pflegeschule und bringt hierdurch entsprechende fachspezifische Erfahrungen mit. Das Jahr bei der DLRG nutzt er zur Überbrückung.

Tunesische Kanu-Nationalmannschaft zu Gast im DZB

Im Rahmen eines Austausches zwischen dem deutschen und dem tunesischen Kanuverband, verbrachten 12 Athleten, 2 Trainer und 1 Offizieller insgesamt 12 Tage in Karlsruhe. Dabei standen neben dem gemeinsamen Training mit den deutschen Kollegen und der Vorbereitung auf die Kanu WM, unter anderem auch der Besuch eines KSC Spiels, ein Straßburg Besuch und diverse kulturelle Events auf dem Programm.

Ihre Nächte verbrachten die Sportler im DLRG Zentrum im Karlsruher Rheinhafen.

Informationen aus den Gliederungen

Unter dieser Rubrik wollen wir den Gliederungen im LV Baden zukünftig die Möglichkeit bieten, interessante Neuigkeiten aus ihrem Bereich zu präsentieren. Interessant sind dabei selbstverständlich vor allem Beiträge, die anderen
Gliederungen Anregungen und Beispiele für die eigene Arbeit geben.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 30. Dezember 2011.

Impressum

Herausgeber: DLRG Landesverband Baden e. V.

Ansprechpartner: Markus Slaby

Redaktion: Ingrid Lehr-Binder, Ludwig Schulz, Heinz Seib, Markus Slaby

Fotos: DLRG, Markus Slaby, Volker Lambeck

Veröffentlichung:
DLRG Landesverband Baden e. V.
76189 Karlsruhe
Tel. 0721 911 00 10
info@baden.dlrg.de
www.baden.dlrg.de

Registergericht: Amtsgericht Karlsruhe, VR 647
Vertretungsberichtigter Vorstand: Ingrid Lehr-Binder, Marc André Tichy, Heinz-Jürgen Thöne, Dominique Gallas